Schlechte Nachrichten ist die Belegschaft von Motherson bereits aus der Zeit gewohnt, als die Firma noch Dr. Schneider hieß. Das trifft für die thüringischen wie die bayerischen Standorte zu. 2022 musste die im Kronacher Stadtteil Neuses ansässige Unternehmensgruppe Insolvenz anmelden. Im Jahr darauf übernahm der indische Konzern Motherson – und kündigte 2024 einen Abbau von 200 Stellen sowie die Schließung des Werks im Föritztaler Ortsteil Judenbach an. Für letzteren Standort bedeutet es das faktische Aus im Jahr 2026. Nun folgt die nächste Hiobsbotschaft für den Automobilzulieferer: Motherson wird bis Ende 2026 bis zu 150 weitere Arbeitsplätze an den Standorten Neuses und Tschirn streichen. Das bestätigt Andreas Heuser, der in der Motherson-Geschäftsführung für Europa und Nordafrika zuständig ist, auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Belegschaft sei am Donnerstag in einer Betriebsversammlung über die Pläne informiert worden. Traurig sei die Stimmung gewesen, aber die Angestellten hätten die Ankündigung vergleichsweise gefasst aufgenommen. „Man wusste, dass was kommt“, so Heuser. Mit dem Betriebsrat werde man nun einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan verhandeln. Es sei das Ziel, den Abbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.
Föritztal Weiterer Stellenabbau bei Motherson
Christian Kreutzer und Thomas Schwämmlein 28.04.2025 - 17:00 Uhr