Förderung Land unterstützt die Sonneberger Wasserstoff-Initiative

red

Das Sonneberger Hyson-Institut und das Thüringer Erneuerbare-Energien-Netzwerk untersuchen gemeinsam die praktische Anwendung von grünem Wasserstoff in der Industrie.

Umweltministerin Anja Siegesmund (links) überreicht den Förderbescheid an ThEEN-Geschäftsführerin Jana Liebe. Foto: /Ministerium

Sonneberg/Erfurt - Das Sonneberger Hyson-Institut und das Thüringer Erneuerbare-Energien-Netzwerk untersuchen gemeinsam die praktische Anwendung von grünem Wasserstoff in der Industrie. Die Projektpartner erhalten nun 400 000 Euro Fördermittel, teilt das Thüringer Umweltministerium mit. Bis 2023 sollen so konkrete Lösungen für die klimaneutrale Produktion in energieintensiven Branchen wie der Glas- oder Keramikindustrie angeschoben werden. „Regional und grün produziert schafft Wasserstoff Arbeitsplätze, Einkommen und Wohlstand hier vor Ort. Entscheidend dabei ist, dass wir für die Produktion von grünem Wasserstoff auch den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien in Thüringen mitdenken“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund.

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Mit der Thüringer Wasserstoffstrategie hatte die Landesregierung im Juni 2021 den Rahmen für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft abgesteckt. Klimaneutraler „grüner“ Wasserstoff auf Basis erneuerbare Energien soll für den Industrie- und Technologiestandort Thüringen eine tragende Rolle übernehmen. Sowohl ökologische (Energiewende, Klimaschutz, Luftreinhaltung) als auch ökonomische Aspekte (regionale Wertschöpfung, Standortsicherung, Steuereinnahmen) sollen so gezielt miteinander gedacht werden, so das Ministerium. Die Landesstrategie Wasserstoff sieht in Thüringen zwei Forschungsstandorte vor. Im Gewerbe- und Industriegebiet „H2 -Region Thüringen/Franken (Sonneberg-Süd)“ stehen nicht nur Entwicklungsflächen für Wasserstofftechnologien bereit. Das Hyon-Institut für angewandte Wasserstoffforschung hat bereits mit der Aufbauarbeit begonnen. Forschung und praktische Anwendung mit marktreifen Produkten finden hier zueinander. Der zweite Forschungsstandort ist im Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ geplant. Der dortige Forschungscampus soll zum Anwendungszentrum für Wasserstoff-Technologien ausgebaut werden.