Andreas Baumann hatte seine Gäste mit auf den Krayenberg genommen. „Das ist der schönste Blick auf Vachdorf“, sagte der Chef des Ökozentrums Vachdorf. Sein Betrieb war Gastgeber der Flurfahrt des Bauernverbandes mit Landrätin Peggy Greiser, zu der auch Partner der Landwirtschaft sowie Behörden eingeladen waren. Eine solche Tour hat inzwischen Tradition. Oben angekommen setzte kräftiger Regen ein - doch darüber beschwerte sich keiner an diesem Vormittag. Nach der Frühjahrstrockenheit ist den Landwirten Niederschlag willkommen. Doch es ging nicht nur um die schöne Aussicht. Der Aufwuchs auf den aus Naturschutzsicht wertvollen Flächen am Hang des Krayenberges wird kurzgehalten. Ein Selbstläufer ist und war dies natürlich nicht. Schafe und Ziegen sorgten in der Vergangenheit dafür, der Heimatverein half ebenso mit. „Die steilen Flächen freizuhalten war eine schwere Arbeit“, berichtete Verena Volkmar, die für den Landschaftspflegeverband „Thüringer Grabfeld“ e.V. und die dortige NATURA 2000 Station vor Ort war. Deshalb habe man versucht, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der Deutschen Bahn hierher zu lenken und umzusetzen. Doch es gab auch Beschwerden, weil angeblich zu viel Aufwuchs entfernt worden sei. „Es ist korrekt gearbeitet worden“, berichtete Volkmar der Landrätin. Nun hofft man, dass Ziegen und Schafe es schaffen, den Zustand zu erhalten.
Flurfahrt in Vachdorf Bauern fordern Klarheit bei Kitzrettung
Birgitt Schunk 11.06.2025 - 10:28 Uhr