Wenn Ende November der Weltcup der Skispringer im norwegischen Lillehammer beginnt und die TV-Übertragungen anlaufen, werden Skier von „Fluege.de“ wohl nicht mehr auf den Fernsehbildschirmen zu sehen sein. Der Sponsor des Floher Sprungskiproduzenten S.K.I. hat im Frühjahr sein Engagement beendet und so die Unternehmenskonstruktion zu Fall gebracht. Ganz von den Schanzen verabschieden werden sich die Sportgeräte dieser Marke aber auch nicht, und gerade bei nachrangigen Wettbewerben werden sie weiter eine Rolle spielen. „Die dürfen weiter verwendet werden. Das ist geklärt“ sagt S.K.I.-Geschäftsführer Georg Reichert. Gerade Nachwuchsathleten werden das Material, das sie kostengünstig oder kostenlos bekommen haben, weiter verwenden. Sprungski sind teuer. Und wie sich der ohnehin sehr begrenzte Markt mit ganz wenigen Herstellern nun sortiert, ist offen. Ohnehin hat es in der Skiherstellerbranche nach lauen Wintern mit lauem Absatz bei allen Sortimenten Spitzensalat gegeben, und es steht zu befürchten, das einiges zu Bruch geht. „Ich rede ja mit den Unternehmen, die leiden. Da sind Mitarbeiter freigestellt worden“, so Reichart, der für seine eigene Firma zwangsläufig Insolvenz anmelden musste.