In ihren beiden Anlaufstätten in der Juttastraße und im Wolkenrasen bieten die Mitarbeiter des Sonneberger Bürgerbüros – ein Projekt, getragen vom Sonneberger Ausbildungszentrum und gefördert über die Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung (Thinka) – Betroffenen schon seit einigen Jahren Hilfestellung an bei Behördenangelegenheiten, Jobsuche, Schuldenbewältigung oder Mietfragen. Wie berichtet, hat sich das Bürgerbüro dabei zumal bei der Wohnungssuche als Kontaktbörse etabliert. Das Netzwerk an kommunalen Wohnungsgesellschaften, privaten Vermietern und Immobiliengesellschaften will man nun erweitern, teilt Christoph Zeh mit. Man hoffe hierbei auf die Unterstützung der Bevölkerung. „Derzeit suchen viele Menschen im Landkreis, darunter deutsche Staatsbürger, Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere arabische Familien, sowie Ukrainerinnen und Ukrainer dringend nach Wohnraum.“ Aktuell, so schildert Zeh, haben zwei ukrainische und drei deutsche Bürger keinen festen Wohnsitz und befinden sich in der Obdachlosenunterkunft der Stadt Sonneberg. Knapp über 160 Menschen mit Migrationshintergrund wohnen in den Gemeinschafts- und Einzelunterkünften des Landkreises Sonneberg, wie zum Beispiel in der Neuhäuser Straße 12, welche im Leistungsbezug nach SGB II/XII stehen und baldmöglichst aus Unterkünften ausziehen müssen (aufgrund Neuzuweisungen durch den Königssteiner Schlüssel) und nach freiem Wohnraum Ausschau halten. „Die Kosten der Unterkunft werden gemäß der Unterkunftsrichtlinien des Landkreises übernommen. Diese regeln die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft basierend auf der Wohnfläche für Mietwohnungen, abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt.“