Floh-Seligenthal - Dass er noch lebt, vergleichsweise gut zu Fuß ist und mit seiner Herta gerade Gnadenhochzeit feiern konnte, hat Rudi Kolbe, auch einer russischen Ärtin zu verdanken. „Die kannte mich schon mit Namen, hat meine Wunde versorgt, so gut es ging, ein vereitertes Knie“, berichtet ihr einstiger Patient. „Kak dela?“, wie gehts, hat sie immer gesagt“. Rudi Kolbe ist heute ein hochbetagter  Mann. Mit fast 98 Jahren ist er der älteste im Dorf und einer von zwei dort lebenden Weltkriegsveteranen.  Er ist, dem Alter entsprechend, immer noch prima  beieinander, nur das Sprechen fällt ihm schwerer. Aber er kann  gut hin- und herschalten zwischen dem aktuellen Geschehen und dem, was damals passiert ist.