Finswimming Endlich ohne Corona-Einschränkungen

Schwimmt der Schnorchel stolz voran, hängt hinten eine Flosse dran: Dieses typische Erscheinungsbild beim Finswimming gibt es an drei Tagen im Ilmenauer Schwimmbad Hammergrund bei 16 Wettkämpfen zu erleben. Foto: Pavel Chatterjee

Der 23. Ilmenauer Sommerwettkampf im Finswimming und Streckentauchen wurde von allen Beteiligten – weil endlich wieder ohne Corona-Auflagen – besonders genossen.

„Erfreulicherweise endlich mal wieder ein normaler Wettkampf!“, konstatierte Jens Jebramczik, stellvertretender Vorsitzender der TSG TU Ilmenau 56, über das Geschehen am Wochenende im Schwimmbad Hammergrund beim 23. Ilmenauer Sommerwettkampf im Finswimming und Streckentauchen, zugleich auch wieder als Landesjugendspiele dieses Sports gewertet. Zwei Jahre lang hatten die Ilmenauer mit ziemlichem Aufwand ihr Event trotz Corona durchgezogen, „aber nun kommt auch wieder das so richtig zur Geltung, was unseren Sommerwettkampf eigentlich ausmacht: Das ganze Miteinander der Sportler, Trainer und Verantwortlichen, das Zusammensein über zwei Abende hinweg und das Übernachten in Zelten hier im Freibadgelände. Wir sind der Stadt Ilmenau sehr dankbar, dass sie uns das alles auch diesmal wieder ermöglicht hat.“ Die Corona-Pandemie hat zudem im Ilmenauer Verein keinen größeren Mitgliederschwund verursacht, es sind aktuell rund 150 Tauchsportfreunde, davon etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche. In etlichen anderen Vereinen, so Jens Jebramczik, habe man dagegen vor allem im mittleren Altersbereich, von 14 bis 16 Jahren, die Folgen des Corona-Stillstands gespürt. „Jetzt können wir nur hoffen, das uns im Herbst und Winter die Energieproblematik bei den Schwimmhallen nicht in neue Schwierigkeit bringt.“

Die sechs Thüringer Finswimming-Vereine – TSC Erfurt, Jenaer Sommerschwimmer, Submarin Pößneck, Chemie Greiz, TSC Weimar und TSG TU Ilmenau 56 – nutzten die drei Wettkampftage, um vor der Hallensaison noch einmal unter freiem Himmel um gute Platzierungen zu kämpfen. „Das ist das Besondere dieses Wochenendes“, erläutert der Ilmenauer Trainer Alexander Arnold. „Es ist der erste Wettkampf nach den Ferien und damit so eine Art erste Bestandsaufnahme, bevor man wieder in den regelmäßigen Trainingsbetrieb einsteigt. Vor allem für die jüngeren Sportler ist es eine gute Gelegenheit, um in den Wettkampfbetrieb hineinzufinden, seine Abläufe kennzulernen und sie für später zu verinnerlichen.“

Rund hundert Teilnehmer absolvierten am Freitagabend bereits 61 Starts, am Samstag nochmals 146 und am Sonntagvormittag nochmals 194 Starts. Neben den üblichen Disziplinen im Finswimming bis 800 Meter Länge und Streckentauchen bis 400 Meter Länge standen auch einige Rennen in Disziplinen auf dem Programm, die sonst selten geschwommen werden und deshalb ebenfalls den Reiz dieses Sommerwettkampfs ausmachten. Etwa das 50 Meter Streckentauchen (sonst eine Apnoe-Disziplin), kürzere Strecken für Freistil-Flossenschwimmen oder auch, am Samstag quasi als „Epilog“, das Teamschwimmen, bei dem es darum ging, dass jeweils zwei Schwimmer innerhalb von 15 Minuten eine möglichst lange Strecke zurücklegen und sich dabei beliebig oft abwechseln können. Sehr zur Freude der zum Teil ja sehr jungen Teilnehmer gab es auch wieder Siegerehrungen mit Urkunden für die jeweils drei Besten der verschiedenen Wettkämpfe.

Auch wenn es im Moment keinen herausragenden Ilmenauer gibt, der beispielsweise für das Training am Thüringer Leistungsstützpunkt infrage käme, so gaben die bei diesem 23. Sommerwettkampf startenden acht Mächen und sieben Jungs vom Ilmenauer Gastgeber ihr Bestes. Sie konnten auch fleißig Urkunden „sammeln“.

Ganz oben auf dem Siegerpodest standen Paul Stuwe über 400 m Finswimming (er wurde noch dreimal Zweiter) sowie Florian Knöfel über 800 m Finswimming/Mixed (er wurde noch einmal Dritter). Lotta Liebhold wurde zweimal Zweite und dreimal Dritte, Augusta Swantje Weber dreimal Dritte, Hermine Buse einmal Zweite, Justus Rückert dreimal Dritter, Lennard Dombrowsky einmal Zweiter und dreimal Dritter sowie Jonas Rose einmal Zweiter.

Aber nicht nur im Freibad selbst war es an diesem ersten Septemberwochenende – übrigens mit idealen äußeren Bedingungen: Nicht zu heiß und auch keine Gewittergüsse, wie sie in den Jahren zuvor oft an der Tagesordnung gewesen waren – sehr belebt, sondern auch im „rückwärtigen Bereich“ der Liegewiese, auf dem sich die Wettkämpfer, Betreuer und Organisatoren bei einem Kuchenbüfett und später bei Salaten und Gegrilltem am Samstagabend zusammenfanden. Und sehr zur Freude der Kinder durfte auch noch im Dunklen im beleuchteten Becken im Wasser gespielt werden.

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