Finale Buga Erfurt geht in ihr letztes Wochenende

Wer noch einmal die Blumenbeete und Ausstellungshallen der Bundesgartenschau 2021 bewundern will, muss sich sputen. Die Buga in Erfurt geht an diesem Wochenene in ihr Finale.

Erfurt - Am Samstagnachmittag wollen Politiker und Organisatoren eine so deklarierte launige Bilanz der noch nicht ganz 171 Buga-Tage ziehen. Zu der Talk-Runde im Egapark wird auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erwartet. Die von der Corona-Pandemie beeinträchtigte Ausstellung hat nach Angaben der Veranstalter bislang mehr als 1,3 Millionen Schaulustige deutschlandweit angelockt.

An den zwei Standorten, dem Egapark und dem Erfurter Petersberg, haben sich nach Angaben der Buga GmbH insgesamt rund 253 Gärtner, Floristen und Garten- und Landschaftsbauer in Wettbewerben präsentiert. Mehr als 6000 Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Vorträge wurden geboten, wobei das Veranstaltungsprogramm wegen der Corona-Einschränkungen in den ersten Wochen erst mit Verzögerung aufgenommen werden konnte.

Viele Gäste nutzten auch die Gelegenheit, zumindest einen der 25 Buga-Außenstandorte - Parks und Gärten in Thüringen und Sachsen-Anhalt - zu besuchen.

Nach Meinung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Buga einen bleibenden Wert für Thüringen. «Infrastrukturinvestitionen von mehr als 180 Millionen Euro haben die Stadt Erfurt, aber auch Parks in den vielen Außenstandorten verändert und verbessert», sagte Ramelow in Erfurt.

«Wir können über Jahre von den Investitionen zehren - auch für den den Tourismus und das Image Thüringens als Reiseland.» Von dem, was entstanden sei, werde nur wenig zurückgebaut, sagte Ramelow. «Von der Gesamtinvestition sind es homöopathische Dosen, die verschwinden.» Thüringen sei nach den neuen Buga-Regeln Trendsetter gewesen. Mit dem 36 Hektar großen egapark sei erstmals ein historisches Gartenensemble für die Schau genutzt und aufgewertet worden. Zudem hätten die Erfurter mit der Geraaue einen neuen Erholungs- und Freizeitbereich erhalten.

Auch das Areal auf dem Petersberg in Erfurt, das jetzt per Fahrstuhl zu erreichen ist, bleibe nach der Buga ein attraktives Freizeitangebot und ein Veranstaltungsort. «Jetzt muss der Petersberg alltagstauglich gemacht werden ohne Einlasskontrolle.» Dort werde 2022, wenn Thüringen den zentralen Tag der Deutschen Einheit ausrichte, erneut gefeiert, kündigte Ramelow an. Zudem werde das Areal für den Deutschen Katholikentag genutzt, der in Erfurt geplant sei.

Nach Angaben der Buga wird das Plateau des Petersbergs ab März 2022 wieder komplett für die Erfurter und ihre Besucher nutzbar sein. Dann öffne auch die Peterskirche wieder. Abgebaut würden lange Rutschen am Festungshang, Rosenhang und Weinberg. Der egapark bleibe zunächst von Montag an geschlossen. Er öffne mit der traditionellen Veranstaltung Winterleuchten am 5. November wieder für Besucher.

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