Filmcasting in Ilmenau Schauspieler für Psychodrama gesucht

Eleonora Hamburg

In Ilmenau entsteht bald das Psychodrama „The Abstract Mind“. Das Casting dafür ist bereits am Dienstag.

Laura, Sophie und Tino (von links) drehen einen Kurzfilm in Ilmenau und suchen dafür nach Darstellern. Foto: Eleonora Hamburg

Derzeit stehen Laura und ihre Freunde unter Dauerstrom. Schauspieler finden steht ganz oben auf der Liste der jungen Filmemacher. Das Team des studentischen Filmprojekts „The Abstract Mind“ möchte bis Mitte Mai passende Darsteller und Komparsen für einen Kurzfilm in Ilmenau finden. In einem Casting auf dem Campus wollen die Studierenden fündig werden.

Nach der Werbung weiterlesen

Im Psychodrama „The Abstract Mind“ geht es um eine psychisch kranke Professorin, die sich während eines Live-Interviews im Fernsehen ihren Tod einbildet - so die Idee der Filmemacher Alina Mohnke, Philipp Pfalzgraf, Tino Leandro Albrecht, Sophie Kröher und Laura Kunze. Das Drehbuch ist bereits geschrieben, nun soll es in Ilmenau verfilmt werden.

Dafür suchen die Studierenden derzeit nach geeigneten Darstellern. Gesucht werden drei Hauptrollen sowie mehrere Nebenrollen und Komparsen. Ein Live-Casting findet diesen Dienstag im Ernst-Abbe-Zentrum, Raum 0038, von 9 bis 21 Uhr, statt. Zudem benötigt das Filmteam tatkräftige technische Unterstützung für Ton, Kamera und Licht. Auch im Bereich Social Media und Marketing werde Hilfe gebraucht, so Laura. Bereits am 31. Mai beginnen die Dreharbeiten im Medienlabor der TU Ilmenau. Diese wollen gut vorbereitet sein, wie Tino Leandro Albrecht vom Filmteam erklärt. „Wir befinden uns gerade in einer sehr spannenden Phase und finalisieren den Drehplan. Auch wenn wir Zeitdruck haben wollen wir nicht zu hastig sein, damit der Dreh später gut verläuft.“

Mit ihrem Film lenken die Studierenden den Blick der Öffentlichkeit auf psychische Erkrankungen - ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft, so Timo. „Psychische Krankheiten kann man von außen nicht erkennen und doch leiden Menschen oft sehr darunter. Sie müssten mit gesellschaftlichen Stigmas umgehen. Hinzu kommt, dass es oftmals zu wenige Therapieplätze gibt, sodass sie sich in ihrer Situation alleine gelassen fühlen.“ Der Film will seine Zuschauer über psychische Erkrankungen aufklären und Betroffene ermutigen, sich Freunden anzuvertrauen und Hilfe zu suchen, so Sophie. „Ich finde es gut, dass auch durch Social Media offener über psychische Probleme gesprochen wird. Mit unserem Kurzfilm wollen auch wir einen Beitrag dazu leisten.“

Der Kurzfilm wird im Rahmen des Seminars Berufsfeldorientierung Contemporary Media des Studiengangs Angewandte Medien-und Kommunikationswissenschaft verwirklicht. Der Drehzeitraum ist für Ende Mai bis Mitte Juni angesetzt.

Interessierte, die im Film mitspielen wollen oder das Team unterstützen möchten, können sich gerne per Mail an laura.kunze@tu-ilmenau.de wenden. Nach vorheriger Anmeldung für das Casting werden Informationen mit den genauen Zeiten sowie für welche Rolle man vorsprechen kann durchgegeben.