Film in Arnstadt Neun Freunde und ein Rollstuhl auf dem Jakobsweg

Berit Richter

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zeigt das Landratsamt einen besonderen Film.

Mit dem Rollstuhl und Freunden auf dem Jacobsweg. Foto: Oliver Stritzke

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, an dem auf Diskriminierung aufmerksam gemacht und Teilhabe gefordert wird. Anlass für den Ilm-Kreis, am Dienstag um 17 Uhr zu einer kostenfreien Filmvorführung in den Sitzungssaal des Landratsamtes in Arnstadt einzuladen.

Nach der Werbung weiterlesen

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Was uns bewegt“, der neun Freunde begleitet, die gemeinsam 256 Kilometer auf dem Jakobsweg bezwangen und dabei ein unvergessliches Abenteuer erlebten. Im Mittelpunkt steht Tobias, der mit einer körperlichen Beeinträchtigung zur Welt gekommen ist und im Rollstuhl sitzt. Allein hätte er diese Reise nie bewältigen können – doch gemeinsam mit seinen Freunden wird aus einem scheinbar unerreichbarem Traum Wirklichkeit.

Angekündigt ist „eine mitreißende Geschichte über Freundschaft, Freiheit und die Kraft, durch Zusammenhalt das Unmögliche möglich zu machen.“ Denn der Weg war voller Herausforderungen: Steile Anstiege, brennende Sonne, müde Beine und unzählige Blasen. Täglich kämpften sich die Freunde bis zu 25 Kilometer voran – mit einem einrädrigen Geländerollstuhl und an der Grenze ihrer körperlichen Belastbarkeit.

Regisseur Oliver Stritzke begleitete die neun Freunde auf ihrer unglaublichen Reise mit der Kamera. Entstanden ist ein ergreifender Dokumentarfilm, der laut Ankündigung nicht nur ehrlich, laut, lustig, berührend und manchmal chaotisch ist, sondern auch sehr deutlich zeigt, dass Inklusion nur gemeinsam gelingen kann. Denn wir alle sind nur so stark wie das letzte Glied unserer Kette.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Film wird Regisseur Oliver Stritzke Rede und Antwort stehen. „Der Film zeigt auf eine witzige Art, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Er zeigt, dass Inklusion nur gemeinsam gelingen kann“, sagt Michelle Lanua, die Beauftragte für Ausländer- und Behinderte des Ilm-Kreises.

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wolle auf bauliche, digitale oder sprachliche Barrieren aufmerksam machen. Dazu passe der Film perfekt.