Als Sigmund Jähn am 26. August 1978 als erster Deutscher in den Weltraum flog, war das nicht nur ein gefeierter Triumph der kleinen DDR über die große Bundesrepublik. Der Flug in der Sojus 31 an der Seite des Russen Waleri F. Bykowksi war ein generationenübergreifendes Symbol für die deutsch-sowjetische Freundschaft. Die sonst von der Parteiführung mit Nachdruck verordneten "engen Beziehungen" wurden an diesem Tag von einer Mehrheit der DDR-Bürger aufrichtig empfunden. Endlich einmal hatte der große Bruder dem sozialistischen Deutschland zu weltweiter Anerkennung verholfen. Und im All ließen Jähn und Bykowksi das Sandmännchen und die russische Fernsehpuppe Mascha vereint durch die Schwerelosigkeit schweben.