Kriegslieder waren nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Deutschland schnell populär. Eine umfangreiche Sammlung solcher Lieder findet sich im Landesmusikarchiv der Weimarer Musikhochschule. "Musik kann man als Waffe einsetzen, damals wie heute", sagt Archivleiter Christoph Meixner. Gerade das leicht zu singende Lied erzeuge ein Gemeinschaftsgefühl und eigne sich bestens, den Krieg zu glorifizieren. Kriegsliederbücher gab es ab 1914 bereits für wenige Pfennige in der Taschenausgabe für die Uniform-Brusttasche, aufwendiger gestaltet für Chöre bis zum patriotischen Kriegs-Potpourri "Deutschland über allem" für den Konzertsaal. Foto: dpa
Feuilleton Lieder als Waffen
Redaktion 03.06.2014 - 00:00 Uhr