Diesmal hat es Wes Anderson dann doch ein wenig übertrieben. Man ist von dem amerikanischen Regisseur jede Menge absurde Wenden und abstruse Kalauer gewohnt. Doch mit "Isle of Dogs" dürfe Anderson selbst seine treuesten Fans verwirren, die weitgehend auf seiner Humor-Wellenlänge sind. Die Geschichte um einen zwölfjährigen Jungen, dem Pflegekind eines hundehassenden Despoten in einer japanischen Megacity, entzieht sich so haarsträubend jeder halbwegs nachvollziehbaren Logik, dass sich der Spaß an diesem eigenwilligen Animationsfilm dann doch sehr in Grenzen hält.
Feuilleton Eröffnungsfilm der 68. Berlinale: Reif für die Müllinsel
Klaus Grimberg 15.02.2018 - 20:03 Uhr