Es ist nur ein winziger Ausschnitt zu sehen. Und doch ist man ob der obsessiven Sammelleidenschaft des Alexander von Humboldt zugleich verblüfft und hingerissen: Was der Universalgelehrte von seinen Forschungsreisen, insbesondere der großen Expedition nach Amerika zwischen 1799 und 1804 mit nach Europa brachte, sprengte alle Dimensionen. Getrocknete Pflanzen und präparierte Insekten, Fischhäute und ausgestopfte Vögel, Mineralien und Pulver, Artefakte und Drucke - nichts entging dem Wissensdurst des preußischen Abenteurers und Weltenbürgers. Unablässig beobachtete, kategorisierte und interpretierte Humboldt Landschaften, Menschen und Kulturen, nichts und niemand war vor seiner Neugierde sicher.
Feuilleton Die Vermessung der Welt
Klaus Grimberg 27.11.2019 - 19:00 Uhr