Gut möglich, dass Hasko Weber mit seiner neuen Weimarer Mannschaft in ein paar Monaten ernüchtert in der beschaulichen Provinzialität Thüringer Theatertreibens ankommt. Gut möglich aber auch, dass da einer so viel Energie besitzt, dem hiesigen Theater neue Impulse zu geben. Gestern stellte der vor knapp einem Jahr berufene Nachfolger Stephan Märkis sein Programm vor. Schon die Bemerkung Webers, nicht in einzelnen Spielzeiten denken zu wollen, sondern seine Weimarer Zeit der vertraglich vereinbarten fünf Jahre als einen überschaubaren, zusammenhängenden Planungszeitraum zu verstehen, ist eine kleine Sensation. In ihr steckt eine Botschaft: Da hat sich jemand gründlich Gedanken gemacht.