Es regnet, es ist kalt und es ist proppenvoll. Thüringen ist hässlich an diesem Mittwochabend. Aber: "Russland ist groß". Diesen Satz sagt Matthias Platzeck, Brandenburgischer Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums erst ganz zum Schluss. Er ist nicht neu und auch gar nicht von ihm. Er klingt ein bisschen nach unendlicher Weite, nach einem großen Rätsel und einer ebenso großen Liebe. Und er bildet eine Art conclusio seines Vortrags, mit der er sozusagen eine Begründung dafür liefern möchte, warum das Verhältnis der Deutschen und auch der Europäer zum mächtigen Nachbarn im Osten aus seiner Sicht nicht so bleiben kann wie es gerade ist.
Feuilleton "Die Sanktionspolitik wird scheitern"
Peter Lauterbach 16.10.2020 - 20:40 Uhr