Im Alltag pendelt Rainald Grebe zwischen der brandenburgischen Provinz und Berlin-Mitte, wo um die Ecke gerade ein neuer Bettenladen eröffnet hat, "mit Rosshaarmatratzen für 50 000 Euro", wie der Kabarettist staunend festgestellt hat. Auf seinen Tourneen wiederum landet er auch mal in strukturschwachen Ortschaften wie Neubrandenburg. Die dortige Stadthalle, die laut Rainald Grebe wie ein "nordkoreanischen Beton-Tipi" aussieht, hat sich seit den Zeiten als Bezirkshauptstadt kaum verändert. Die Einlasser haben den Charme von DDR-Grenzsoldaten; und am Pausenimbiss gibt es nur die Auswahl zwischen Bockwurst und Schokoriegel.