Feuerwehren starten gemeinsame Aktion Von Haus zu Haus gelaufen und Spenden gesammelt

Vertreter der Feuerwehren Rottmar-Gefell und Oberlind sowie der Feuerwehrvereine Rottmar und Gefell, die die Spenden in ihren Heimatorten eingesammelt haben Foto: Sibylle Lottes

Mitglieder der Feuerwehren Rottmar-Gefell und Oberlind entschieden spontan, den Flutopfern zu helfen und baten in ihren Heimatorten um Unterstützung. Am Ende sind über 4000 Euro zusammengekommen.

Gefell/Rottmar/Oberlind - „Aus einer fixen Idee ist etwas ganz Großes entstanden“, freut sich Steffen Bruhnke, Judendfeuerwehrwart der Feuerwehr Rottmar-Gefell und Kassierer des Feuerwehrwehrvereins Rottmar.

Es gibt da eine WhatsApp-Gruppe, in der sich die Kameradinnen und Kameraden sowie die Vereinsmitglieder austauschen. Als man die schrecklichen Bilder und Videos von der Flutkatastrophe in Deutschland sah, war den Feuerwehrleuten sofort klar, dass ihre Hilfe gebraucht wird. Da die Hilfe in den Katastrophengebieten nicht für jedermann schnell möglich war, gab es andere Überlegungen. „Einfach innerhalb der Gruppe zu spenden, war uns zu simpel“, begründet Steffen Bruhnke, war zu einfach.

Hier auf den Dörfern, so wissen sie aus Erfahrung, wird eine starke Gemeinschaft gelebt und so kamen die Feuerwehrler auf die Idee, von Haus zu Haus zu gehen, um Spenden für die Flutopfer einzusammeln. Gesagt, getan, freiwillige Helfer gab es, die gerne diesen besonderen Dienst taten. „Als Feuerwehr haben wir ja auch die Pflicht gegenüber der Bevölkerung, sie aufzuklären, zu informieren, aber auch im Helfen“, betont der junge Mann. Sich als Verein oder Privatperson an einer solchen Hilfsaktion zu beteiligen, sahen die Kameraden deshalb als ihre Aufgabe an. Und sie stellten sich dieser besonderen Herausforderung. Es zeigte sich sehr schnell, dass der Weg, Spenden direkt bei den Bürgerinnen und Bürger zu sammeln, der richtige ist. Überall wo sie hinkamen, war die Spendenbereitschaft war sehr hoch.

Auch die Gespräche, die sich während der Spendenaktion ergaben waren sehr interessant. Selbst Bürger, die bereits für die Flutopfer gespendet hatten, gaben erneut Geld. Viele meinten auch, dies sei eine Herzensangelegenheit, in Not geratenen Menschen zu helfen. Man wollte zudem die Helfer nicht mit leeren Händen weglassen.

Sophie Rommel von der Feuerwehr Rottmar-Gefell erzählte nach ihrer Tour, dass unter den spendenbereiten Gefeller und Rottmarer Bürgern auch einige waren, die selbst schon die Hilfe der Feuerwehr bei Kellerüberflutung oder einem Brand in Anspruch nehmen mussten und dass man wisse, wo das Geld hingeht, nämlich zu den direkt betroffenen Menschen.

Neben den Aktiven der Wehr Rottmar-Gefell, des Feuerwehrvereins Gefell und des Feuerwehrverein Rottmar beteiligte sich auch die Feuerwehr Oberlind, die einen Teil der den Flutopfern zu kommen lässt. Der größte Anteil der Spendensumme von insgesamt 4540 Euro kam direkt von den Gefeller und Rottmarer Bürgerinnen und Bürgern. An diesem großartigen Beispiel des Zusammenhalts konnte hier auch Hilfe vor Ort für die Menschen, die alles durch das Wasser und den Schlamm verloren haben, geleistet werden.

 

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