Suhl - Die Brände in jüngster Vergangenheit in einem Elfgeschosser in Suhl haben deutlich vor Augen geführt, dass vielfach Unsicherheit bei Bewohnern herrscht, wie sie sich im Falle eines Brandes verhalten sollen. So verließen viele Bewohner bei den zwei Kellerbränden in der Aue II fluchtartig ihre Wohnungen – obwohl sie laut Feuerwehr besser dort geblieben und die Türen geschlossen gehalten hätten. „Die heute in fast allen Hochhäusern und Wohnblocks eingebauten modernen Wohnungstüren sind so dicht, dass sie beim Brand im Treppenaufgang, in anderen Wohnungen oder im Keller keinen Rauch in die Wohnung lassen. Deshalb ist es besser, in diesem Fall zunächst in der Wohnung abzuwarten als sich allein und ohne Schutz in ein verrauchtes Treppenhaus zu begeben“, sagt Suhls Feuerwehrsprecher Daniel Wiegmann. „Das ist mit Luftanhalten nicht zu schaffen und kann schnell böse enden, auch wenn es dem Fluchtreflex des Menschen entspricht.“
Feuerwehr Wenn das Sauerstoffgerät zum Flammenwerfer wird
Georg Vater 14.10.2021 - 15:42 Uhr