Feuerwehr kompakt Mit Freistellung zum Truppmann ausgebildet

In nur acht Tagen absolvierten 31 Frauen und Männer die zentral organisierte Truppmann-Ausbildung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Haben sie das kompakte Ausbildungsmodell alle erfolgreich bewältigt?

Schneller Einsatzbereit: Der Landkreis konnte mit seiner kompakten Grundausbildung 31 Feuerwehrmänner und –frauen in nur acht Tagen fit für Ernstfall machen. Foto: /privat

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen setzt seine Anstrengungen in der Ausbildung von Feuerwehrkräften fort. Nach dem erfolgreichen Pilotlehrgang im Jahr 2024 mit äußerst positivem Feedback wurden vom 31. Januar bis 8. Februar erneut 31 Ausbildungsplätze geschaffen, um die sonst acht Wochen dauernde Feuerwehr-Grundausbildung Truppmann Teil 1 in einem kompakten Format innerhalb von nur acht Tagen zu absolvieren. Diese Grundausbildung bildet den ersten Ausbildungsabschnitt bei den Feuerwehren in Deutschland. Sie ist Voraussetzung für die Teilnahme an Einsätzen und weiteren Ausbildungsveranstaltungen.

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Praktische Unterweisungen und Übungen folgten der theoretischen Truppmann-Ausbildung Foto: Meiningen/privat

Erstmals bestand nun die Möglichkeit, den Lehrgang im Rahmen einer Bildungsfreistellung zu besuchen. Der Lehrgang umfasste sowohl theoretische wie auch praktische Ausbildungsinhalte. In der Theorie wurden unter anderem die Grundlagen des Verbrennungsvorgangs, die Wirkung verschiedener Löschmittel, der Umgang mit Feuerwehrgeräten sowie das Verhalten bei Gefahrenlagen und Maßnahmen zur Unfallverhütung behandelt. Der praktische Teil umfasste eine Unterweisung an verschiedenen Geräten, den korrekten Einsatz tragbarer Leitern sowie einfache technische Hilfeleistungen.

„In den letzten Jahren übernimmt die Feuerwehr mehr und mehr Aufgaben, die über die klassische Brandbekämpfung hinausgehen. Eine gründliche Ausbildung wird daher immer wichtiger. Um einen erfolgreichen Einsatzablauf zu gewährleisten werden die Mitglieder der Feuerwehren auf diese Anforderungen im Einsatz vorbereitet“, erklärt Kreisbrandinspektor Philipp Prenzel.

Die theoretische Schulung begann am 31. Januar im Gerätehaus der Stützpunktfeuerwehr Meiningen mit 31 Teilnehmern. Bis zum darauffolgenden Mittwoch wurden die angehenden Feuerwehrmänner und -frauen in lebensrettenden Sofortmaßnahmen, Gefahren an der Einsatzstelle, Grundlagen des Feuerwehreinsatzes und rechtlichen Rahmenbedingungen unterrichtet. Ab Donnerstag, dem sechsten Lehrgangstag, wurde die praktische Ausbildung auf das Gelände des ehemaligen Plattenwerks in Walldorf verlegt. Dank der kostenfreien Bereitstellung durch die Spedition Spengler bot das Gelände optimale Bedingungen, um das erlernte Wissen praxisnah umzusetzen.

Weitere Ausbildung in den Feuerwehren vor Ort

Kreisbrandinspektor Prenzel zieht ein positives Fazit: „Mit diesem Format konnten wir erneut vielen jungen Menschen ermöglichen, ihre Grundausbildung in nur einer einzigen Ferienwoche zu absolvieren.“ Auch andere Interessierte, denen die reguläre Lehrgangsdauer zu lang sei, habe man so für das Ehrenamt in der Feuerwehr gewinnen können. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Ausbildungsteils folgt künftig der zweite Teil der Grundausbildung in den Gemeinde- und Stadtteilfeuerwehren. „Wir freuen uns, dass alle 31 Kameradinnen und Kameraden den Lehrgang erfolgreich absolviert haben und diese nun die Feuerwehren in ihren Heimatgemeinden unterstützen können und danken natürlich auch allen Teilnehmern für ihr großes ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Prenzel.

Möglich wurde der Lehrgang, so der Kreisbrandinspektor weiter, weil insbesondere die Feuerwehr Meiningen, der Feuerwehrverein Helba, die Schnelleinsatzgruppe Niederschmalkalden gemeinsam mit dem Verein Simson Sandhasen, Kids Catering Reussel und weiteren Unterstützern alles organisiert und bereitgestellt hatte, was für die kompakte Ausbildung notwendig war.