Feuerwehr in Vesser Akkordeon, Schwarzebeer und eine uralte Wasserspritze

Ohne Muskeln musste man früher bei der Feuerwehr gar nicht antreten. In Vesser wurde mit einer alten Wasserspritze gezeigt, wie viel Kraft früher beim Feuerlöschen benötigt wurde.

Vesser - Im Backhaus gleich neben dem „Spritzenhaus“ der Vesserer Feuerwehr stand Feuerwehrmann Michael Weiß. Er hatte an diesem Samstag das Strahlrohr gegen den Bratwurstgrill getauscht.

Aber auch die anderen Feuerwehrfrauen und –Männer um Ortsbrandmeister Ralf Kühn waren dabei, sich emsig um die reichlich erschienen Gäste zu kümmern, die zum Feuerwehrfest in den Suhler Ortsteil gekommen waren.

Nicht nur die Einheimischen haben die Einladung gelesen, auch über die Ortsgrenze hinaus ist die Einladung angekommen und angenommen worden – zumal letztes Jahr das Fest coronabedingt ausgefallen war. Die Gäste kamen gerne , denn jeder weiß: In Vesser werden die Feste nicht nur aus einer Hand gemacht –hier greifen alle zu. Da stehen Frauen des Heimatvereins und des Sportvereins zusammen am Tresen, bieten Bratwürste an, schenken Kaffee aus.

Die Ortsteilbürgermeisterin Sylvia Hamatschek fehlt dabei nicht. Während sie den leckeren selbstgebackenen Kuchen – darunter natürlich auch der berühmte Vesserer Schwarzebeerkuchen – über den Tisch reicht gibt es dazu ein freundliches Wort zur Begrüßung.

Jeder der Gäste weiß: Gehen wir zu den Feuerwehrlern und deren Fest, kommen sie auch zu uns, wenn wir sie brauchen und außerdem ist es gemütlich bei den Rotröcken in Vesser. Wo packt ein Jugendfeuerwehrmann schon das Akkordeon aus und lässt neben Walzermusik auch des eine oder auch andere Volkslied erklingen, zu dem man mitsingen kann? Im Suhler Ortsteil Vesser! Jason Meisch mit seinen zwölf Jahren sorgte dort am Samstag für Unterhaltung.

Für die kleinen Besucher des Feuerwehrfestes stand sie Hüpfburg der Jugendfeuerwehr Suhl zur Verfügung und sorgte für Kurzweil. Eine Selbstverständlichkeit ist es für die befreundeten Feuerwehren aus dem Umkreis, das Fest ihrer Kameraden in Vesser aufzusuchen. Für sie gab es eine Extra-(Spaß)Schauübung,die sich Henrik Wagner hat einfallen lassen. Mit der alten Feuerwehrspritze, bei der Mann und Frau ordentlich pumpen mussten, damit am Strahlrohr auch Wasser rauskommt,um das Ziel möglichst schnell zutreffen. Mit der handlichen Kübelspritze ging das Pumpen und Spritzen schon einfacher.

Bei angenehmer Musik – handgemacht – hielt es die Besucher gerne noch etwas länger am Ort – die Corona Verordnung immer im Auge. Die Feuerwehr Vesser mit ihren 16 aktiven Mitgliedern waren bis jetzt zu acht Einsätzen unterwegs, darunter auch beim jüngsten Verkehrsunfall zwischen Allzunah und Neustadt. Die gut funktionierende Jugendfeuerwehr mit ihren zehn Mitgliedern trifft sich alle 14 Tage zur Ausbildung. Auch die Frauen und Männer der aktiven Wehr werden regelmäßig geschult, bestätigt der Ortsbrandmeister.

 

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