Feuerwehr im Ilm-Kreis Jugendfeuerwehr stellt sich neu auf

Berit Richter
Robert Felkl, Helmut Nüchter, Michael Geiß, Silvia Felkl und Anke Rose (von links) wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt. Foto: René Sieber

Die Kreisjugendfeuerwehr des Ilm-Kreises hat die Coronapause genutzt, um sich neu aufzustellen. Jetzt sagte man langjährigen, engagierten Mitgliedern Danke.

Zwei Jahre lang konnte der Kreisjugendfeuerwehrverband des Ilm-Kreises keine Veranstaltungen durchführen. Genutzt hat man die Zeit aber, um sich neu aufzustellen. „Wir haben unser System umgestellt, sind jetzt nur noch vier statt acht Mitglieder im Vorstand“, erklärt der langjährige Vorsitzende René Sieber, der auch weiterhin diese Aufgabe wahrnehmen wird. Neben ihm sind dies Josephine Ernst und Sebastian Priebs. Alle drei wurden vom Kreistag als Kreisjugendfeuerwehrwarte berufen. Geändert hat sich nämlich nicht nur die Anzahl der Vorstandsmitglieder sondern auch die Struktur der Kreisjugendfeuerwehr an sich. War sie bisher unter dem Dach des Landesfeuerwehrverbandes angesiedelt, wechselte sie nun unter die Fittiche des Ilm-Kreises, der die Arbeit der Kreisjugendfeuerwehr über den Jugendförderplan auch finanziell unterstützt.

Vierter im Vorstandsbunde ist René Schwarz als Fachbereichsleiter Wettbewerb und Vertreter im Kreisfeuerwehrverband. Eng eingebunden in die Vorstandsarbeit werden zudem die acht Gemeindejugendwarte. Sie sollen als Multiplikatoren in die einzelnen Jugendfeuerwehren hinein dienen und Veranstaltungen übernehmen, die bislang die Kreisjugendfeuerwehr organisiert hat.

„Das Arbeitsaufkommen war in den letzten Jahren einfach zu hoch geworden“, erinnert René Sieber daran, dass der Vorstand ehrenamtlich arbeitet. Der Organisationsaufwand für die Großveranstaltungen habe sich kaum noch mit Beruf und Familie vereinbaren lassen. Nun will man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen, indem man die örtlichen wehren stärker einbindet. Denn durch die Gebietsreform auf Gemeindeebene haben sich auch dort die Strukturen in den Jugendfeuerwehren verändert. Zudem erhofft sich der Kreisvorstand so neue Ideen und Impulse.

Obwohl in den letzten zwei Jahren keinerlei Veranstaltungen auf Kreisebene stattfanden und auch die örtlichen Wehren kaum Ausbildungen machen konnten, ist die Zahl der Mitglieder in den Jugendfeuerwehren nicht nur stabil geblieben sondern sogar gestiegen. „Wir hatten 2021 inklusive Betreuern 938 Mitglieder. Das ist die höchste Zahl seit 2007, als wir dann auch Kinder ab sechs Jahre aufnehmen durften“, freut sich René Sieber. Nun will auch die Kreisjugendfeuerwehr wieder ihre Veranstaltungen aufnehmen. Erster Höhepunkt wird das große Zeltlager vom 15. bis 17. Juli auf dem Viaduktsportplatz in Stadtilm sein. Auch Wettbewerbe soll es perspektivisch wieder geben.

Dank für Engagement

Zuvor aber wurden einige langjährige Vorstandsmitglieder mit großem Dank für ihr Engagement verabschiedet. René Sieber und Anke Rose erhielten aus diesem Anlass die Ehrennadel in Gold der Deutschen Jugendfeuerwehr. Der langjährigen Kassenwartin sprach René Sieber seinen ganz besonderes Dank aus, war sie doch seit 27 Jahren und damit seit Gründung der Kreisjugendfeuerwehr dabei. Uwe Nüchter, Michael Geiß, Robert Felkl und Silvia Felkl erhielten eine Ehrenurkunde

 

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