Feuerwehr grillt 100 Kilo Keule zum 25. Ochsenfest

Nicht mehr mit einem ganzen Ochsen, sondern zwei stattlichen Keulen, feierte die Breitunger Feuerwehr ihr 25. Ochsenfest. Viele Gäste kamen und halfen, die 100 Kilo Fleisch vom Grill zu verspeisen.

Der Ursprung des Breitunger Ochsenfestes liegt weit mehr als 25 Jahre zurück. Das habe schon zu DDR-Zeiten, in den 70ern, angefangen, berichtet Thomas Kirchner, der stellvertretende Vorsitzende des Breitunger Feuerwehrvereins. „Es war Tradition“, ergänzt Lutz Storch, der auch am Pfingstmontag wieder am Grill stand und den Spieß mit dem Ochsenfleisch über der Glut drehte.

Ein paar Jahre sei das Fest ausgefallen, dann beschlossen die Breitunger Feuerwehrleute, es wieder aufleben zu lassen. Zunächst fand es in den 90ern im kleinen Rahmen in Farnbach statt, dann wurde es stetig größer und zog schließlich vor ein paar Jahren auf das Gelände hinter dem Feuerwehrhaus um. Dann kam die coronabedingte Zwangspause – und jetzt das Jubiläumsfest.

Wer sich dazu einen besonders stattlichen Ochsen vorgestellt hatte, lag falsch. Die Grillmeister des Feuerwehrvereins testeten eine neue Variante. Statt eines kompletten Tieres bestellten sie zwei Keulen, zusammen 100 Kilo schwer. Das Fleisch sei bei der Fleischerei Schmidt eingelegt und dann 30 Stunden lang im Wasserdampf vorgegart worden, erzählt der kürzlich neu gewählte Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Michael Storandt. Am Pfingstmontag kamen die Keulen morgens um 7 Uhr warm aus dem Kessel und kurz danach am Spieß übers Feuer.

Den Breitunger Ochsengrill hat einst Thomas Kirchner zusammengebaut, und wie man solch große Stücke am besten gar bekommt, sei Erfahrungssache, sagen die Männer am Grill. „Runterschneiden, wenn es gut ist“, fasst es Mario Fuckel kurz und bündig zusammen.

Noch bevor das erste Stück heruntergeschnitten ist, füllt sich das Festgelände. Schon vor der Mittagszeit haben Besucher die meisten Bänke belegt. Kinder springen auf den beiden Hüpfburgen umher, die der Kreisjugendfeuerwehrverband und die Verkehrswacht zur Verfügung gestellt haben; die Band „Ab und Zu“ unterhält mit Blasmusik. Später werden die Musiker vom Duo Isi abgelöst.

Die Frauen des Feuerwehrvereins haben am Wochenende eifrig gebacken, 30 Kuchen sind zusammengekommen, Blechkuchen und auch Torten. Fast alle Vereinsmitglieder seien eingebunden, sagt Vorsitzender Michael Storandt. Im Vorfeld hatte Nadine Hoffmann im Internet geworben und von den Vorbereitungen erzählt, zum Fest selbst sind helfende Hände an allen Stationen gefragt, vom Getränkewagen bis zum Grill – auch ganz normale Bratwürste werden zum Ochsenfest aufgelegt.

Doch kaum sind die ersten Fleischstücke von den Ochsenkeulen gar, stehen die ersten Gäste am Ausgabestand. Und je näher die Mittagszeit heranrückt, desto länger wird die Schlange Ochsen-Fans. Sie werden kaum Schwierigkeiten haben, die 100 Kilo zu verspeisen.

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