Oberhof Feuerwehreinsatz der anderen Art

Linda Münzel

Schluss mit dem Grün im Kurpark: Die Kameraden der Oberhofer Feuerwehr haben geholfen, die Wasserbecken von Algen und Schmutz zu befreien. Eine glitschig-spritzige Angelegenheit.

Jedes Jahr sehen die Oberhofer und ihre Gäste zu viel Grün. Denn in den Wasserbecken im Kurpark sammeln sich immer wieder Algen und andere Wasserpflanzen und bilden kleine Biotope, in denen sogar Molche leben. Weil die Wasserbecken aber als schöne erfrischende Optik im Stadtbild geplant waren, muss jedes Jahr kräftig geschrubbt werden. Das hat in diesem Jahr erstmals die Oberhofer Feuerwehr gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr übernommen.

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Thomas Egert watet durch die Becken und sammelt Molche in einem Wassereimer. Sie sollen später in den Teich bei der Grundschule gesetzt werden. „Du musst mehr Druck machen“, weist Stadtbrandmeister Daniel Fischer einen Kameraden an und stellt den Strahl am Wasserrohr richtig ein. Schon spritzt das Wasser grün nach oben und zum Vorschein kommt der eigentliche Betonboden des Wasserbeckens. Anschließend wird noch einmal mit dem Besen kräftig gefegt und dann auch schon das Wasser mit der Pumpe abgesaugt.

„Die Idee für die Aktion ist entstanden, weil es immer wieder Beschwerden über die Wasserqualität gab“, erklärt Daniel Fischer. Deswegen sei die Stadt auf die Feuerwehr zugekommen. „Wir haben das entsprechende Equipment, um die Becken sauber zu machen.“ Die Kameraden helfen gern, insgesamt 20 waren an diesem ungewöhnlichen Einsatz am Donnerstagnachmittag im Kurpark beteiligt.

Rund 200 Meter Schlauch hat die Feuerwehr im Kurpark verlegt. Und das nicht nur für die Putzaktion. „Es soll nicht so sein, dass das Wasser umsonst weg ist, gerade in diesen Zeiten“, erklärt Daniel Fischer. Stattdessen wird es aus den Becken gepumpt und dann damit die Rabatte sowie die Bäume im Kurpark gegossen.

Einmal im Jahr müssen die Wasserbecken wenigstens gereinigt werden, weiß der Oberhofer Hauptamtsleiter Holger Orthey. In den vergangenen Jahren habe dies immer der Bauhof übernommen. „Das bindet die Mitarbeiter fast eine Woche“, sagt er. Deswegen habe man die Feuerwehr gefragt, sie habe nicht nur die bessere Technik: „Wir sind ganz dankbar, dass wir so viele engagierte Kameraden haben“, lobt Holger Orthey.