Feuer in Coburgs Heimatring Suche nach Brandursache engt sich ein

Yannick Seiler

Die Ermitteler schließen im Fall eines Feuers in einem Mehrfamilienhaus in Coburg inzwischen einen Auslöser für den Brand aus. Weitere Erkenntnisse könnten kommende Woche folgen.

Nach einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Coburg engt sich die Suche nach der Brandursache nun ein. Einen technischen Defekt schließe man nach ersten Ermittlungen aus, sagte Christian Raithel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, am Tag nach dem Einsatz am Heimatring. Demnach sei der Brand im Wohnzimmer ausgebrochen. Als Feuerwehrleute ihn löschten, entdeckten sie einen leblosen 89-Jährigen in der Wohnung. Nun erhoffen sich die Beamten von dessen Obduktion weitere Erkenntnisse zur Todesursache.

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Diese werden laut Raithel kommende Woche erwartet. Der 89-jährige Schwerbehinderte lebte alleine im vierten Stock des Hauses. Nun müsse geklärt werden, ob das Feuer durch Dritte gelegt wurde oder der Mann seine Mehrzimmerwohnung selbst in Brand gesteckt hat.

Während des Einsatzes hatten Polizisten versucht sich einen Zugang zur Wohnung zu verschaffen, mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung aber davon ablassen. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz sei es Coburger Feuerwehrleuten möglich gewesen die Flammen in der Wohnung zu löschen, sagte Stadtbrandinspektor Maximilian Brückner. „Trotz massiver Rauchentwicklung“ konnten die Flammen durch eine Kübelspritze gelöscht werden, erklärte er. Das Feuer habe sich nur in einem Raum der Wohnung ausgebreitet, meinte Brückner.

10 000 Euro Schaden

21 Helfer und fünf Fahrzeuge der Coburger Wehr waren am eineinhalb Stunden dauernden Einsatz beteiligt. Durch einen sogenannten Rauchvorhang habe man verhindert, dass sich die Brandgase im Gebäude verteilten, sagte Brückner. Anschließend entlüftete man das Haus. Deshalb konnten die 58 durch die Polizei evakuierten Bewohner nach dem Brand wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Anwohner des Stadtteils am Heimatring und Bewohner des Gebäudes beobachteten den Einsatz, an dem auch Helfer des Rettungsdienstes beteiligt waren, von der gegenüberliegenden Straßenseite aus.

Durch den zeitnah abgesetzten Notruf wurde laut dem Stadtbrandinspektor Schlimmeres verhindert. Laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken war es 16.15 Uhr, als eine Anwohnerin den Alarm eines Rauchmelders der Wohnung hörte und den Notruf wählte. Eine 64-jährige Frau habe sich demnach am Bein verletzt, als sie das Haus verlassen musste und wurde anschließend medizinisch versorgt. Laut Polizeiangaben beläuft sich der Schaden auf rund 10 000 Euro.