Festival Güldener Herbst Barockmusik auf höchstem Niveau

La Venexiana wird kleine Juwelen aus der Anton-Ulrich-Sammlung präsentieren. Foto: /Kaupo Kikkas

Das Festival für Alte Musik Thüringen lenkt den Blick auf alte Residenzstädte. Vom 30. September bis 3. Oktober wird in Meiningen zum „Güldenen Herbst“ konzertiert – mit internationalen Gästen und unter dem Motto „Musik. Ambition“.

Meiningen - Barockmusik auf höchstem Niveau, erlesene Konzertprogramme und klingende Residenzen: Das ist der Güldene Herbst. Nach Gotha 2020 lädt das Festival für Alte Musik Thüringen nun vom 30. September bis 3. Oktober 2021 in die alte Residenzstadt Meiningen nebst malerisch gelegenem Schloss Elisabethenburg ein. Mit internationalen Gästen wie Dorothee Mields, La Venexiana, Claire Lefilliâtre und der lautten compagney Berlin lenkt das diesjährige Festivalmotto „Musik.Ambition“ den Blick auf die kulturelle Strahlkraft der ehemaligen Meininger Residenz.

Die herzogliche Schatzkammer mit der Anton-Ulrich-Sammlung beherbergt ein einzigartiges Musikarchiv, aus dem La Venexiana im Eröffnungskonzert kleine Juwelen präsentieren wird. Zudem ist es der rege Austausch mit berühmten Musikern, der Meiningen überregional bekannt machte. So wird der Güldene Herbst 2021 unter der Leitung von Gerd Amelung mit Johannes Brahms und Max Reger vom 19. Jahrhundert aus auf die Barockmusik des Meininger Archivs schauen.

Karten für alle Konzerte sind über Reservix erhältlich. Festivalpässe können direkt über den Veranstalter unter kontakt@amt-ev.de oder Telefon (03643) 49 36 30 bestellt werden.

Aus dem reichen Kantatenschatz der Anton-Ulrich-Sammlung des Max-Reger-Archivs Meiningen wird La Venexiana schöpfen und das Festival am 1. Oktober in der Meininger Schlosskirche eröffnen.

Mit Musik von Antonio Caldara, Giovanni Maria Bononcini, Giovanni Porta und anderen Komponisten würdigt La Venexiana als italienisches Ensemble die Tradition der italienischen Musiker am Wiener Hof.

2021 darf der Jubilar Michael Praetorius auch beim Güldenen Herbst nicht fehlen. Am 2. Oktober widmet sich der Kammerchor der Meininger Kantorei und Capella Jenensis unter Leitung von Sebastian Fuhrmann in einem Abendkonzert in der Stadtkirche Meiningen dem Werk von Praetorius im Spannungsfeld zwischen Thüringen und Venedig.

Einen tieferen Einblick in die Rezeptionsgeschichte barocker Musik durch Johannes Brahms gibt

Dr. Maren Goltz (Meininger Museen) in einem Gesprächskonzert am Vormittag des 3. Oktober. Mit Dorothee Mields (Sopran) und Claire Lefilliâtre (Mezzosopran) sowie Walewein Witten an Flügel und Cembalo werden in hochkarätiger Besetzung Duette von Händel erklingen. Dem Original wird dabei im Großen Haus des Meininger Theaters die Brahms‘sche Bearbeitung aus dem 19. Jahrhundert gegenübergestellt.

Die lautten compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner begeisterte bereits wiederholt das Publikum des Güldenen Herbstes. Im Abschlusskonzert am 3. Oktober in der Stadtkirche Meiningen wird sie zeitlich den Weg vom Jubilar Michael Praetorius bis hin zum Meininger Hofkapellmeister Johann Ludwig Bach beschreiten. Gemeinsam mit Capella Angelica ist die lautten compagney mit ihrem Instrumentarium wie Zinken, Gamben und Lauten bekannt für ihre mitreißenden Interpretationen der Musik des 17. Jahrhunderts.

Das Prologkonzert am 30. September in der Herderkirche Weimar schlägt bereits eine Brücke nach Meiningen. Mit ihrem Programm „Brahms – Reger – Bach: Umgang mit einem praeceptor germaniae“ stellen das Ensemble Hofmusik und das Johann-Sebastian-Bach-Ensemble Weimar unter der Leitung von Johannes Kleinjung Motetten der drei großen Meister gegenüber. Im Rahmen des Festivals wird zudem am 30. September ein Orgelkurs an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar stattfinden.

Martin Sturm, Orgelvirtuose und dortiger Professor für Orgel, wird das Orgelwerk Bachs aus der Sicht von Max Reger und Karl Straube in den Fokus rücken und seine Erfahrungen an Orgelstudierende aus ganz Deutschland weitergeben. red/sig

 

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