Wohl für kontroverse Ansichten sorgt die geplante Lesung von Egon Krenz an diesem Donnerstag, 20. November, 19 Uhr, in der Ilmenauer Festhalle. Manchen scheint der Besuch des Honecker-Nachfolgers und ehemaligen DDR-Chefs in der Goethe- und Universitätsstadt überhaupt nicht Recht zu sein. Die Junge Union Ilm-Kreis ruft nun zu einer öffentlichen Mahnwache für Mauertote und einem stillem Gedenken am Rande der Buchlesung von Egon Krenz auf. Geplant ist die Aktion ab 18 Uhr vor der Festhalle Ilmenau. In der Aktionsbegründung wird auf Egon Krenz als letzten Staats- und Parteichef der DDR verwiesen, der 1997 im Rahmen der Mauerschützenprozesse wegen Totschlags verurteilt wurde und eine mehrjährige Haftstrafe angetreten ist.