Fest an der Itzquelle Stelzener Kuchen sind der Renner

Karl-Wolfgang Fleißig

Wie wichtig Wasser ist, hat man am heißen Wochenende erleben können. Das Fest an der frischen Itzquelle bei Eisfeld hatte so eine besondere Bedeutung. Der Fluss fließt durch die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg und dann nach Bayern. Dort mündet sie in den Main, der in den Rhein und der wiederum in die Nordsee.

Nach zweijähriger Pause fand am Sonntag das beliebte Fest an der Itzquelle im Eisfelder Ortsteil Stelzen statt. Eingeladen dazu hatte das Fest-Komitee Itzquellenfest, zu dem die Kirchgemeinde, Feuerwehrmitglieder des Ortes und die Dorfgemeinschaft gehören.

Wie üblich, gehörte zum Fest auch das traditionelle Mittagessen, das ab 12 Uhr eingenommen werden konnte. Das Café Eckert hatte dafür Klöße mit Braten und Rotkohl zubereitet.

Die Glocken der Stelzner Kirche St. Marien riefen gegen 14 Uhr zum Gottesdienst an der Itzquelle. Die tropische Hitze des Sonntages war unter dem dichten Blätterdach der Itz-Grotte und einem leichten Lüftchen nicht so zu spüren, so dass neben den Kirchgängern weitere Festgäste hier Zuflucht gesucht hatten.

Den Gottesdienst leitete der Eisfelder Pfarrer Steffen Pospischil, der auch am Keyboard in die Tasten Griff und von Lothar Vonderlind mit Gitarre und Gesang unterstützt wurde. Nach dem Gottesdienst wurden die dortigen Sitzgelegenheiten um Tische erweitert, so dass weitere Gäste einen, vor Sonne geschützten, Platz finden konnten. Überhaupt waren Pavillon-Überdachungen oder ein Plätzchen im Schatten auf dem Festplatz am Fuße der Stelzner Kirche gefragt. Abkühlung konnte man sich aber auch an der Itzquelle holen. Etliche Gäste waren zu sehen, die sich Arme und Gesicht mit dem frischen Nass kühlten.

Das Gemeindefest mit den Brattendorfer Heimatmusikanten konnte beginnen. Eigentlich waren sie für das Itzquellenfest im Jahr 2020 schon gebucht gewesen, aber dann kam Corona.

In seiner Begrüßung freute sich Holger Friese vom Fest-Komitee über die gekommenen Besucher, obwohl „der Planet von oben kräftig drückt“. „Haben Sie Spaß, treffen Sie Leute und haben Sie einen schönen Nachmittag“, so Friese.

Auch in diesem Jahr gab es für die Besucher eine Schätzfrage, die sich aktuell auf die Kirche St. Marien bezog. Sie lautete: „Wieviel Holz wurde für die Sanierung des Dachstuhls der Kirche verbaut?“ Am nächsten dran an der richtigen Lösung war Heike Hofmann aus Stelzen, gefolgt von Heidrun Bückreis aus Neundorf. Den dritten Platz belegte Dieter Heß aus Mausendorf, gefolgt von Roberto Löhnert wiederum aus Stelzen. Sie können sich über einen Preis freuen. Und wie lautet die richtige Lösung? Es wurden insgesamt 14,424 Kubikmeter Holz – Nadelholz und Laubholz – bei der Sanierung des Dachstuhls verbaut. Heike Hofmann lag mit 12,8 Kubikmeter recht nahe am Ergebnis.

Bilder-Ausstellung

Wie zu solchen Festen üblich, geht es natürlich nicht ohne Angebote für das leibliche Wohl ab. So hat fast jedes Haus einen original Stelzner Kuchen gebacken. Neben dem süßen Angebot und dem entsprechenden Kaffee dazu gab es auch Gebratenes vom Grill und Fischbrötchen. Ein Getränkewagen stand bereit, um den besonders großen Durst bei sommerlicher Hitz zu stillen. Holger Friese ist froh, dass sich so viele Helfer für die Vorbereitungen und Durchführung des Festes gefunden haben, ist doch immerhin ein „logistischer Aufwand“ zu betreiben. Im Vorfeld wurde die Itzquelle wieder hergerichtet und auch in der Kirche eine Bilderausstellung aufgebaut. Sie wurde anlässlich der vergangenen 675-Jahr-Feier angefertigt.

„Am Samstag hatten wir mit den Vorbereitungen gut zu tun.“ Aufgrund der Wettervorhersage für die Nacht zum Montag und für den Montag selbst haben die Organisatoren angestrebt, alles das, was zwischen Itzquelle und Kirche aufgebaut war, zumindest wieder einzulagern.

Die Steinheiderin Heidrun Donel hatte auch den Weg nach Stelzen gefunden. Die ganze Zeit hat sie sich schon auf dieses Fest gefreut. Für sie ist Menschennähe wichtig, die man bei solchen Gelegenheiten erfahren kann. „Es ist wieder für alles gesorgt“, stellt sie fest. Sie richtet einen Dank an all diejenigen, die das Itzquellenfest organisiert haben. Auf Nachfrage ist von Holger Friese zu erfahren, dass man aufgrund der Wärme an diesem Tag mit der Besucherzahl trotzdem zufrieden ist. „Die Besucher waren überschaubar, bei kühlerem Wetter wären sicherlich mehr gekommen.“

 

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