Und wie kam Schmalkalden dann von Hessen nach Thüringen? Die Antwort ist: über kriegerische Umwege. Preußen führte 1866 den sogenannten Deutschen Krieg gegen den Deutschen Bund, um Österreich abzuservieren. Österreich war zuvor immer ein Teil Deutschlands, das unter verschiedenen Bezeichnungen „firmierte“. Die Preußen siegten und so wurde Schmalkalden preußisch.
Dieses Schicksal hatten Suhl und Schleusingen sowie Teile des Rennsteigs schon 1815 (die waren zuvor sächsisch). Das heutige Bundesland Thüringen wurde erst 1920 gegründet. Was aber alle diese Gebiete über eine längere Strecke verbindet: Sowohl Schmalkalden und Umgebung, Suhl und die anderen Regionen im heutigen Südthüringen wurden wesentlich von den fränkischen Grafen von Henneberg geprägt – sprachlich verbindet das Fränkische in seinen verschiedenen Färbungen die gesamte Region.
Wandern um Schmalkalden
Neben dem Schloss lohnt sich auch ein Blick auf die Außenanlagen. Der historische Terrassengarten wurde in den vergangenen Jahren auf Grundlage alter Pläne rekonstruiert. Von hier bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und die umliegenden Berge des Thüringer Waldes. Die Region ist auch ein wunderbares Wandergebiet.
Die Ferienaktion mit dem kostenlosen Eintritt gilt bis zum Ende der Thüringer Sommerferien für alle Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre. Familien, Feriengruppen und Schulfreunde sind willkommen. Die Familienkarte kostet 20 Euro, ein Erwachsener alleine zahlt acht Euro.
Öffnungszeiten des Museums auf Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden: April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils 60 Minuten vor Schließung.