Monika Völker sitzt Anfang Juli 2026 an ihrem Schreibtisch in der ersten Etage in der Stadt- und Gymnasialbibliothek in Ruhla und schaut herzerwärmend freundlich durch ihre Brille. Die diplomierte Bibliothekarin macht den Eindruck, dass jeder, der hier in der Bergstadt am Fuße des Rennsteigs vor ihr steht, zuerst einmal ein offenes Lächeln in den relativ beengten Räumlichkeiten erntet. Kleiner Raum, große Bücherfreude, könnte man meinen. Und Monika Völker kennt sich aus. Nicht nur, weil das hier seit 1995 ihr Reich ist, sondern weil sie damals in Leipzig auf der Fachschule für Bibliothekare und Buchhändler studiert hat, wie sie frisch von der Leber weg erzählt.