Feinkost aus Floh-Seligenthal Gebrüder Hopf gründen neues Unternehmen

Andreas und Stephan Hopf greifen die lange Tradition der Feinkostproduktion aus Floh-Seligenthal auf und haben eine neue GmbH gegründet. Foto:  

Stephan und Andreas Hopf setzen die Tradition von Feinkost aus Floh­-Seligenthal fort. Derzeit werde die Produktion vorbereitet, ab Frühjahr 2022 sollen die ersten Salate in den Regalen stehen.

Floh-Seligenthal - Die Gebrüder Hopf wollen an die erfolgreiche Thüringer Tradition anknüpfen und die Feinkost-Produktion mit der Gebrüder Hopf Rennsteig Feinkost GmbH wieder aufnahmen, teilen Stephan und Andreas Hopf jetzt mit.

Die Produktionsanlagen haben die beiden vom bisherigen Eigentümer, der Theo-Müller-Gruppe, übernommen. „Nun werden bald wieder Feinkostsalate in der Gemeinde im Thüringer Wald hergestellt. Voraussichtlich 13 bis 25 neue Arbeitsplätze werden am alten und zugleich neuen Standort entstehen“, sagen die Hopfs.

Nach vielen Umfirmierungen hatte das Unternehmen bereits ab 2010 zur Theo-Müller-Gruppe gehört. Zum 31. August im vergangenen Jahr dann das Aus. Der Konzern schloss den Standort und verlagerte die Produktion unter anderem nach Polen. Etwa 70 Mitarbeiter verloren in Thüringen damals ihren Arbeitsplatz.

Die neue Rennsteig Feinkost GmbH wolle die gewachsene Tradition mit neuer Leidenschaft wieder aufnehmen und die seit 60 Jahren beliebten Thüringer Rezepte wieder in die Regale bringen. Dabei setzte das Unternehmen auf den Einsatz regionaler Produkte, um Erzeuger vor Ort zu unterstützen und die Lieferwege nachhaltig und kurz zu halten.

In der Anfangsphase sollen klassische Salate, wie Fleisch- und Kartoffelsalate, produziert werden. Neben regionalen Rohstoffen und Gewürzen sollen die Produkte frei von Konservierungsstoffen sein und damit den zeitgemäß wachsenden Kundenansprüchen an einheimische Lebensmittel genügen, versichern die Brüder. Später soll das Produktportfolio schrittweise durch neue Salate erweitert werden.

Neue Wegen wollen sie hinsichtlich der Verpackungen gehen. Als einer der ersten Feinkosthersteller in Deutschland werden sie die Salate in nachhaltig produzierten Bechern anbieten, die ökologisch abbaubar und industriell kompostierbar seien. Die neuen Verpackungen seien in Kooperation mit dem Hersteller exklusiv für Hopf entwickelt und mit dem FSC-Prüfsiegel zertifiziert worden. Das Siegel stehe unter anderem für eine Landwirtschaft, die die Natur nicht ausbeute, die biologische Vielfalt fördere und ohne Kahlschlag, Gentechnik und Pestizide auskomme.

Die beiden Unternehmer können auf eine lange Familien-Tradition zurückblicken. Ihr Großvater Martin Hopf fertigte bereits ab 1946 Feinkost-Spezialitäten in der Region. Auf Basis der bewährten Originalrezepte übernehmen die Brüder das Unternehmen nun in dritter Generation als Geschäftsführer. Derzeit laufen in Floh-Seligenthal die Vorbereitungen für die Produktion. Die ersten Salate werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 im Einzelhandel erhältlich sein. Auch Gespräche mit großen Supermarkt-Ketten haben bereitsbegonnen, erklärt Andreas Hopf. Die ersten Rückmeldungen aus dem Handel seien überaus positiv. Andreas Hopf: „Unser Name stand und steht für Qualität und die Menschen erinnern sich an uns.“ wlm

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