Fehlende Aufträge Bosch beendet Produktion von Lichtmaschinen-Reglern in Arnstadt

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Der Bosch-Konzern will seine Produktion in Arnstadt einstellen. 100 Mitarbeiter sollen gehen.

Arnstadt - Der Bosch-Konzern will die Produktion in Arnstadt einstellen. Darüber berichtet die Thüringer Allgemeine. Grund seien nach Angaben des Unternehmens fehlende Aufträge. In Arnstadt werden ausschließlich Regler für Generatoren gefertigt – besser bekannt als Lichtmaschinen, die wiederum in Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor Strom liefern und die Batterie laden.

„Bei den in Arnstadt produzierten Reglern handelt es sich leider um ein Auslaufprodukt. Die Generatorregler-Fertigung steht unter hohem wirtschaftlichem Druck, unter anderem, weil die Nachfrage nach Generatoren – sogenannten Lichtmaschinen – stark zurückgeht, da sie in Elektro- und Hybridfahrzeugen nicht mehr benötigt werden“, so Lutz Welling, Geschäftsführer der Robert Bosch Elektronik Thüringen GmbH und kaufmännischer Werkleiter des Werkes in Ansbach.

Die Robert Bosch Elektronik Thüringen GmbH will nun nach Angaben der Geschäftsleitung Gespräche mit dem Betriebsrat führen. Dabei soll es auch um einen Sozialplan für die rund 100 Mitarbeiter gehen. „Unser Ziel ist es, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung im Werk Ansbach anzubieten“, so Welling. Die Mitarbeiter seien Donnerstagmorgen über die Schließung informiert worden. Aufgrund des derzeit hohen Fachkräftebedarfs in Thüringen sieht Bosch auch gute Chancen für Beschäftigungsmöglichkeiten bei anderen Unternehmen.

Am Standort Arnstadt beschäftigt Bosch aktuell 160 Mitarbeiter. Neben den rund 100 Mitarbeitern, die Generatorregler produzieren, ist auch eine Serviceeinheit für Solartechnik am Standort ansässig. Diese arbeitet unabhängig von der Generatorregler-Fertigung und wird weitergeführt. Die Details der Umsetzung werden jetzt mit den Arbeitnehmervertretern gemeinsam erarbeitet, so Manuela Kaiser, die Unternehmenssprecherin.

Die Bosch-Gruppe investierte in Arnstadt in den Jahren 2013 und 2014 etwas über acht Millionen Euro in den Aufbau des neuen Werkes für Autoelektronik. Dazu wurde ein Teil des Hallenkomplexes der ehemaligen Solar-Produktion von Bosch umgebaut. red

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