Fast mit Streifenwagen kollidiert Senior als Geisterfahrer auf der A 73 unterwegs

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Der 86-Jähriger ist in der Nacht zum Mittwoch rund 20 Kilometer weit entgegen der Fahrtrichtung auf der A 73 gefahren. Erst eine Polizeisperre beendete die Geisterfahrt.

Bamberg/Ebensfeld/Bad Staffelstein - Ein 86 Jahre alter Mann hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Polizei im Bereich zwischen Breitengüßbach und Bad Staffelstein beschäftigt. Mit seinem grauen Mercedes war der Senior aus dem Landkreis Bamberg in falsche Richtung auf die A 73 gefahren und legte dort gut 20 Kilometer als Geisterfahrer zurück.

Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten die Irrfahrt bei der Polizei, wie es im Bericht der Beamten heißt. Mit hoher Geschwindigkeit war der Geisterfahrer gegen 23.15 Uhr am Bamberger Autobahnkreuzes unterwegs und dabei beobachtet worden, wie er auf der Überholspur der eigentlich südwärtigen Fahrbahn in nördliche Richtung fuhr. Seine Falschfahrt führte an Breitengüßbach, Zapfendorf und Ebensfeld vorbei bis nach Bad Staffelstein. Dort errichtete die Polizei eine Vollsperrung des Fahrstreifens. Kurz bevor es zum Zusammenstoß mit einem Streifenwagen kam, bremste der Falschfahrer ab und konnte mitsamt seinem Fahrzeug von der Autobahn geleitet werden.

„Glücklicherweise kam es während der gut 20 Kilometer langen Irrfahrt zu keinem Verkehrsunfall mit dann möglicherweise schwersten Folgen für alle Beteiligten“, schreibt die Polizei.

Zur Überprüfung des Gesundheitszustandes des Mannes wurde er im Anschluss an seine Fahrt in ein Krankenhaus gebracht.

Die Spezialisten der Coburger Verkehrspolizei haben die Ermittlungen zum Vorfall aufgenommen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwältin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Der Führerschein des Beschuldigten wurde einbehalten.

Der Sachbearbeiter bittet Zeugen um Hinweise zum Fahrverhalten des Geisterfahrers. Insbesondere werden Verkehrsteilnehmer um telefonische Meldung gebeten, die dem Falschfahrer entgegenkamen oder gar durch ihn gefährdet wurden, Telefonnummer: 09561 / 645-0.

 

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