Statt Arbeit: Junge Leute drücken oft noch die Schulbank
Der Vorwurf, jüngere Menschen arbeiten weniger als ältere, ist wegen eines weiteren Faktors schief: Viele 15- bis 24-Jährige stehen nämlich noch gar nicht vollständig im Berufsleben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts befinden sich viele noch in Schule, Ausbildung oder Studium. Eine geringere Erwerbstätigkeit in dieser Altersgruppe bedeutet deshalb nicht automatisch mangelnde Arbeitsbereitschaft.
Bereitschaft für Arbeit ist nach wie vor vorhanden
Die Daten zeichnen ein differenzierteres Bild als das verbreitete Klischee: Sie liefern keinen Hinweis darauf, dass sich junge Menschen vom Arbeitsmarkt zurückziehen oder grundsätzlich weniger arbeiten wollen. Verändert haben sich vor allem ihre Erwartungen daran, unter welchen Bedingungen Arbeit stattfinden soll – nicht ihre grundsätzliche Bereitschaft, zu arbeiten.