Fahrzeugtreffen in Oberhof Rennwagen am Rennsteig

Ein Lotus Super Seven vor dem Panorama Hotel in Oberhof, wo am Wochenende das Jahrestreffen der Seven-IG stattfindet. Abends ab 17 Uhr sind Foto: privat

Exemplare des legendären Lotus Super Seven und andere Sportwagen sind am Wochenende in Oberhof zu bestaunen. Die Mitglieder der Seven-IG halten im Panorama Hotel ihr Jahrestreffen ab und starten von hier aus zu Touren durchs Land.

Oberhof - Er ist klein, schnell und kommt aus England: Die Rede ist vom legendären Lotus Super Seven. Liebhaber des zwischen 1957 und 1972 gebauten Sportwagens kommen an diesem Wochenende zum 31. Internationalen Jahrestreffen der Seven-IG in Oberhof zusammen. Vom Rennsteig aus starten die Flitzer zu Touren durch das Land.

Vor neun Jahren hatten die hiesigen Mitglieder der Seven-IG, ein Zusammenschluss von Enthusiasten des Lotus Super Seven, seiner Nachfolgemodelle sowie des Lotus Elise und des Opel Speedsters, schon einmal ein Treffen in der Region ausgerichtet. Damals waren 140 Fahrzeuge aus ganz Europa in Suhl zu bestaunen gewesen.

Dieses Mal entschieden sich die Organisatoren um Horst Geißenhöner für Oberhof als Treffpunkt. „Wir erwarten 60 bis 70 Autos, vor allem aus Deutschland, aus Österreich und der Schweiz“, sagt der Suhler. Viele Teilnehmer aus den Niederlanden oder aus Frankreich hätten indes abgesagt, zu aufwendig wären die Test- und Quarantänebestimmungen bei der Ein- oder der Ausreise gewesen, gibt Horst Geißenhöner wieder.

Von Oberhof aus täglich 250 Kilometer unterwegs

Eigentlich sollte das Treffen bereits zu Pfingsten stattfinden, erzählt der Organisator. Aufgrund der Pandemielage habe man es aber auf den Herbst verschoben und sich für dieses Wochenende entschieden. Am Freitagabend reisen die Teilnehmer an, die im Panorama Hotel untergebracht sind. Ihre Karossen sind dann bis einschließlich Montag immer ab 17 Uhr auf dem hoteleigenen Parkplatz zu bewundern.

Tagsüber sind die Sportwagen auf den Straßen unterwegs. „Jeden Tag werden um die 250 Kilometer gefahren“, kündigt Horst Geißenhöner an. Am Samstag geht es vom Rennsteig durch den Thüringer Wald nach Merkers, inklusive Bergwerksbesuch. Tags darauf sind die englischen Flitzer auf der Hochrhönstraße anzutreffen, später dann im Dampflokwerk in Meiningen, in der Viba Erlebniswelt in Schmalkalden und schließlich besuchen die Mitglieder der Seven-IG die Sportstätten in Oberhof. Über das Schwarzatal führt die letzte Tour des Treffens nach Erfurt, wo die Sportwagen auf dem Domplatz Aufstellung nehmen und später im Korso durch die Altstadt fahren.

Individuelle Streckenwahl statt Kolonnenfahrt

Bei den Touren fahre jeder Teilnehmer für sich allein, sagt Horst Geißenhöner. „Wir fahren nicht Kolonne. Es gibt einen Termin, an dem sich die Teilnehmer am vereinbarten Ort einfinden. Wir machen natürlich Vorschläge und suchen reizvolle Strecken heraus, aber jeder kann selbst entscheiden, wo er lang fährt“, erklärt der Organisator.

Nachdem das 30. Treffen der Seven-IG im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, seien alle froh, sich wieder einmal treffen zu können, sich austauschen und fachsimpeln zu können, meint der Suhler. Und ihre Sportwagen in der Gemeinschaft fahren zu können: „Denn uns alle eint der Spaß am Fahren“, sagt Horst Geißenhöner.

 

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