Neun Jahre sind vergangen, seit ein damals 26 Jahre alter Mann, der nach einem Unfall im Oktober 2016 ins Klinikum Suhl eingeliefert worden war, dort starb. Infolge des Todesfalls kam es zu einer Anzeige und schließlich zu einem Prozess am Amtsgericht Suhl. Angeklagt wurde der Arzt, der damals Dienst auf der Intensivstation des Klinikums tat. Er habe, hieß es, den verletzten jungen Mann, der durch eine Trachealkanüle – ein medizinisches Röhrchen in der Luftröhre – beatmet wurde, nicht ausreichend überwacht. Deshalb habe er nicht bemerkt, dass die Kanüle verrutscht, die Beatmung nicht ausreichend war. Im Dezember 2020 wurde der Arzt vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.