In Hamburg lag laut DWD am Abend auf freien und ungeräumten Flächen eine Schneedecke von bis zu fünf Zentimetern. Die Menge des Neuschnees sei dabei aber schwer zu messen, weil er leicht verdrifte, erklärte der Meteorologe vom Dienst, Christian Paulmann. Allerdings sei die gesamte Situation mit dem stürmischen Schneewinter von 1978/79 überhaupt nicht zu vergleichen - weder mit Blick auf die Schneemengen noch bei den Windgeschwindigkeiten.
Der DWD rechnet für Norddeutschland auch nicht mehr mit großem Schneefall, hieß es am späten Freitagabend. Am Wochenende soll sich Sturmtief "Elli" auch langsam auflösen.
"Im Norden und Osten kehrt, abgesehen von vereinzelten Schneeschauern, Ruhe ein", so der Meteorologe Menzel. Schnee wird dann aber im Süden fallen. Vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge und im Allgäu schneit es laut DWD dann teils heftig, mehr als 30 Zentimeter Neuschnee sind drin. Auch in tieferen Lagen können zehn Zentimeter zusammenkommen.
Meteorologen erwarten Bilderbuch-Wetter
Plusgrade werden am Samstag nur noch südlich des Mains gemessen, aber auch dort fallen die Temperaturen im Tagesverlauf in den Frostbereich. "In der Nacht wird es knackig kalt." Wo Schnee liegt, rechnet der DWD mit minus zehn Grad. Am Sonntag erwartet der Wetterdienst "einen Wintertag wie aus dem Bilderbuch".
Die Bedingungen für viel Winterspaß sind vielerorts nun ja auch gegeben: Etwa in Sachsens Skigebieten sind viele Pisten, Lifte und Loipen geöffnet, auch in Thüringen sollen die wegen Sturms geschlossenen Pisten wieder befahrbar sein. "Wir haben traumhafte Bedingungen", sagte Jörg Wilke, Sprecher des Skigebiets im hessischen Willingen.
Und im sonst eher schneearmen Hamburg gibt es derzeit an der Alster eine kleine Winterausstellung: Auf der Krugkoppelbrücke und der Fernsichtbrücke haben Passanten eine ganze Parade von Schneemännern aufgereiht. Dutzende weiße Figuren stehen dort nebeneinander – in ganz unterschiedlichen Größen.
Doch am Montag dreht sich die Lage wieder. "Zum Start in die neue Woche droht dann aus Westen neues Ungemach in Form von gefrierendem Regen", sagt der DWD voraus. "Im Anschluss deutet sich dann eine Milderung an, wobei abgewartet werden muss, wie weit diese nach Nordosten vorankommt."