Exor Pro Vom Studenten zum Gründer

Nele Zuber

Vor über 20 Jahren gründeten die ehemaligen Stundenten der TU Ilmenau, Falko Rotter und Kristian Kalweit ihr Softwareunternehmen.

Falko Rotter schaut mit seinen Gästen auf 21 Jahre Exor Pro zurück. Foto: Nele Zuber

Falko Rotter und Kristian Kalweit studierten Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität (TU) Ilmenau, bevor sie 2002 das Logistikunternehmen Exor Pro gründeten. Mit ihrer Geschäftsidee waren die beiden Gründer erfolgreich, sodass das Unternehmen stetig wuchs. Am Donnerstag feierte Exor Pro nicht nur (mit etwas Verspätung) sein 20-jähriges Bestehen, sondern gleichzeitig eine Einweihungsparty. Die Mitarbeiter sind nämlich im November in ein neues Gebäude am Langshüttenweg gezogen.

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Aus der TU entsprungen

Wie Chefstratege Falko Rotter in seiner Eröffnungsrede zurückblickt, ist das Unternehmen aus der gemeinsamen Arbeit an einem studentischen Projekt entstanden. Exor Pro entwickelt eine Software, mit deren Hilfe man Ware fachgerecht lagern, verpacken und versenden kann. Kelvin WMS heißt dieses Lagerverwaltungs- und Lagersteuerungssystem. „An diesem Projekt haben wir selbstständig weitergearbeitet und bald auch schon erste Kontakte knüpfen können“, erklärt Rotter. In Gothaer Existenz- und Transferzentrum eröffneten Rotter und Kalweit ihr erstes Büro. Doch lange blieben sie nicht in der Residenzstadt. „In Gotha sahen wir zu wenig Potenzial. Wir wollten wieder nach Ilmenau, zu den Informatikern vor Ort“, so der Gründer. 2003 zog Exor Pro ins Ilmenauer Technologie- und Gründerzentrum. Laut Rotter war es vor allem die Nähe zur Universität, die den Standort Ilmenau für das Unternehmen so attraktiv machte. Derzeit seien fünf Werksstudenten in der Firma beschäftigt. Sie arbeiten neben ihrem Studium bei Exor Pro. Darüber hinaus sei Ilmenau nicht weit entfernt vom Industriegebiet Erfurter Kreuz, wovon das Unternehmen ebenfalls profitieren könne.

25 Beschäftigte

Währenddessen kam das Produkt bei den Kunden gut an, erklärt Rotter. Ihnen gegenüber spricht er in seiner Eröffnungsrede einen besonderen Dank aus. Mit der Zeit konnte Exor Pro auch immer mehr Mitarbeiter für sich gewinnen. Gerade sind es 25 Beschäftigte, die für die Logistikfirma arbeiten. Auch bei ihnen bedankt sich Rotter und freut sich über den Zusammenhalt, den das Team täglich unter Beweis stellt. Einige Male ist die Firma innerhalb von Ilmenau umgezogen, um Platz zu schaffen. Zuletzt im November. Nun hat Exor Pro seinen Sitz am Langshüttenweg 1.

Dort hießen Rotter und Kalweit ihre Gäste am Donnerstag willkommen. Zusammen mit Freunden, Kunden und Familienmitgliedern feierten die Mitarbeiter ihr Jubiläum. Laut Rotter wollten er und seine Angestellten mit der Feier abwarten, bis das neue Gebäude fertig saniert wurde. Deswegen verspätete sich die Feierlichkeit um ein Jahr. Der Einladung folgten auch Oberbürgermeister Daniel Schultheiß sowie Stadtrat und Landtagsabgeordneter Andreas Bühl vor Ort. Auch Tino Wagner, der Ilmenauer Wirtschaftsförderer, wohnte der Jubiläums- und Einweihungsfeier bei. Die Feierlichkeit wurde von Livemusik begleitet. Die Mitglieder einer Liveband spielen Keyboard und sangen bekannte Lieder.

Außerdem wurde den Gästen Einblicke in die Arbeit des Unternehmens gegeben. Interessierte konnten auf die Mitarbeiter zugehen und sich durch das Labor führen lassen. Dort war ein Hochregallager mit verschiedenen Waren aufgebaut. Michael Schneider erklärte den Zuschauern, wie die entwickelte Software Lagermitarbeitern die Arbeit erleichtert. Schneider ist der erste Mitarbeiter, der neben Rotter und Kalweit in der Firma arbeitete. Mittlerweile ist er schon über 16 Jahre fester Bestandteil des Teams.

Der Abend wurde von dem Auftritt der Mitarbeiterband gekrönt. Vier der bei Exor Pro Angestellten überraschten ihre Vorgesetzten mit einem musikalischen Beitrag. In Begleitung von Schlagzeug und Klavier sangen die Beschäftigten Popsongs, deren Texte sie veränderten. Der Auftritte sorgte für einige Lacher im Publikum.

Weitere Bindung an Ilmenau

Die Gestaltung der neuen Räume wurde von den Gästen gelobt. Rotter gab das Lob an den zuständigen Bauleiter weiter. Dieser sei maßgeblich dafür verantwortlich gewesen, dass die Gestaltung des neuen Arbeitsplatzes den Wünschen der Mitarbeitenden entspricht. Mit dem Umzug in ein neues Gebäude möchte sich Exor Pro weiter an den Standort Ilmenau binden, erklärt Rotter.