Exkursion Adelsstolz im Dorf und darüber hinaus

Die Herren von Schaumberg und Strössendorf ist Thema einer Exkursion des Geschichtsvereins Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW).

Das Wappen der Herren von Schaumberg an der Strössendorfer Kirche. Foto: /Schwämmlein

Kirche und Schloss überragen noch heute das Dorf, die Gruft an der Peripherie des Ortes ist eine wichtige Landmarke in der Kulturlandschaft – die Herren von Schaumberg haben Zeugnisse in und um Strössendorf am Oberrmain hinterlassen, die im Zentrum einer Exkursion mit Thomas Schwämmlein aus Sonneberg stehen, zu der die Bezirksgruppe Burgkunstadt/Altenkunstadt des Geschichtsvereins Colloquium Historicum Wirsbergense e. V. (CHW) einlädt. Über 450 Jahre, zwischen 1408 und 1858, bestimmten die Herren von Schaumberg die Geschicke in dem heute zu Altenkunstadt gehörenden Strössendorf. Franken ist anders, charakterisiert über Jahrhunderte durch eine kaum zu überschauende Vielfalt von Herrschaftsrechten, die einander überschnitten. Im Fall Strössendorf traf inmitten des Hochstiftes Bamberg die freie fränkische Ritterschaft, zu der die Herren von Schaumberg gehörten, auf Grundherrschaften von Hochstift, dem Kloster Langheim und der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth. Aber auch enge Verbindungen zu Rauenstein bestanden dort, Dass der Ort bis heute Mittelpunkt einer evangelischen Kirchengemeinde im katholischen Oberfranken ist, war Resultat dieser komplizierten territorialen Verhältnisse, denn die von Schaumberg setzten wie andere Angehörige der Ritterschaft frühzeitig die Reformation in ihrem Herrschaftsbereich um. Und auch als aus familiären Gründen Heinrich Karl von Schamberg 1742 zum katholischen Glauben konvertierte blieb die Kirchengemeinde Strössendorf evangelisch.

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Die Veranstaltung des CHW am Samstag, 2. April, beginnt um 15.30 Uhr in der Strössendorfer Kirche. Voranmeldung unter jutta-loebling@t-online.de wird erbeten.