European Newspaper Award Und der Preis geht an...uns!

 Foto: Grafikdesk HCSB

Was für ein Erfolg auf europäischem Parkett! Unsere Verlagsgruppe erhält drei Preise beim renommierten European Newspaper Award.

Die Verlagsgruppe Hof, Coburg, Suhl, Bayreuth (HCSB), in der auch diese Zeitung erscheint, hat beim diesjährigen European News-paper Award insgesamt drei Preise erhalten. Damit schneiden Frankenpost, Neue Presse, Freies Wort, Südthüringer Zeitung, Meininger Tageblatt und Nordbayerischer Kurier bereits mehrere Jahre in Folge bei Europas bekanntestem und größtem Wettbewerb erfolgreich ab. Ausgezeichnet werden dabei die besten Zeitungen Europas im Hinblick auf ein besonders gelungenes Design. Ziel ist es, internationale Trends in Print und Online zu zeigen und den Austausch kreativer Ideen in Europa zu fördern.

Unsere Verlagsgruppe erhielt die Auszeichnungen für zwei Wissensseiten. Die eine beschäftigte sich mit seltenen Urzeitkrebsen, die sich im Frühjahr dieses Jahres in Gewässern tummelten. Die andere widmete sich dem Rauchen, das einen der größten Risikofaktoren für die Gesundheit darstellt. Den dritten Preis verliehen die 18 Jury-Mitglieder aus Spanien, Portugal, der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Schweden, Großbritannien und Deutschland für eine Reportage-Seite über das Kanzleramt, aus dem Angela Merkel nach 16 Jahren an der Spitze der deutschen Regierung auszog.

Insgesamt nahmen 161 Zeitungen aus 24 Ländern am 23. European Newspaper Award teil. In den 20 Kategorien des Wettbewerbs gab es mehr als 4000 Einsendungen. Die Hauptpreisträger kommen in diesem Jahr aus Norwegen („Hallingdølen“), Spanien („Ara“), Belgien („De Tijd“) und Portugal („Expresso“). Die Verleihung der Preise findet anlässlich eines Zeitungskongresses  im Juni kommenden Jahres in Wien statt – sofern die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht.

Der European Newspaper Award wurde 1998 von Zeitungsdesigner Norbert Küpper gegründet. Er wird seitdem auch von ihm veranstaltet. Der Wettbewerb ist unabhängig. In der Medienbranche wird er als „Oscar der Zeitungsbranche“ bezeichnet, was deutlich macht, wie ernst das Layout im Jahr 2021 genommen wird   – und dass es mehr und mehr an Wichtigkeit gewinnt.

Deswegen legt die Verlagsgruppe HCSB in ihren Zeitungen inzwischen mehr Wert auf die Bildsprache und eine ansprechende Anmutung. Frische, ohne mit Traditionen zu brechen – das ist das Motto. Zudem haben sich Lesegewohnheiten und die Art, wie Zeitungen konsumiert werden, in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Es genügt schon lange nicht mehr, packend zu schreiben. Optik, Leseeinstiege, Aufbereitung, Überschriften, Unterzeilen, Vorspänne werden, das zeigen Untersuchungen, von Lesern mehr wertgeschätzt als früher und gehören heutzutage zum Gesamtangebot. Und, ja, auch Fotos sind immens wichtig. Sie sind schließlich ebenso journalistische Inhalte und erzählen Geschichten. Eine Zeitung ohne ansprechende Gestaltung und ein Layout, das den Betrachter fesselt, wäre heute kaum mehr denkbar. Schlichtweg, das Printprodukt wäre eine Bleiwüste, die das Lesen mühsam macht.

Die Komposition aus wertigen, relevanten, informativen, unterhaltsamen Inhalten und grafischer Darstellung stellt die redaktionelle Arbeit dar.  Also komplexe Sachverhalte mit einer Kombination aus Fotos, Infografiken und gegliederten Texten so aufzubereiten und zu erklären, damit es der Leser versteht.

Storytelling nennt sich das Ganze. Dahinter verbirgt sich die bestmögliche Art, ein Thema    zu transportieren. Vor allem: Es auch und gerade einmal anders zu erzählen, bewusst kreative Formate zu wählen und neue Perspektiven zu bieten. Also beim Leser einen Wow-, einen Überraschungseffekt zu erzielen, der ihn nicht mehr loslässt. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Ideen des   Redakteurs und Grafikers. Bloß nicht einfallslos sein!

Journalisten sind sozusagen Übersetzer und Übermittler von Informationen – und dies so verständlich, so einfach, so anschaulich wie möglich. Bei dieser Transferleistung gehen mehr denn je Text und Darstellung eine enge Symbiose ein. Das eine ist ohne das andere gar nicht mehr denkbar.

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