Europäischer Dorferneuerungspreis Steinbacher holen ihre Silbermedaille

Werbematerial und Produkte aus dem Bergdorf hat die Steinbacher Delegation mit im Gepäck. Foto: Stefanie Kießling

Am Freitag wird in Hinterstoder in Oberösterreich der europäische Dorferneuerungspreis verliehen. Eine Delegation aus dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach wird dort die Silbermedaille für das Bergdorf abholen.

15 Steinbacher reisen am Donnerstag nach Hinterstoder zur Verleihung des europäischen Dorferneuerungspreises. Mit im Gepäck hat die pandemiebedingt für den Bad Liebensteiner Ortsteil untypisch kleine Delegation jede Menge Werbematerial und Steinbacher Produkte, wie das Stupps-Bier und eigens für die Preisverleihung angefertigte Brotmesser aus dem Messerhaus des Bergdorfes. Denn in Hinterstoder wird nicht nur gefeiert, die Steinbacher präsentieren ihr Dorf an einem eigenen Stand, informiert Stefanie Kießling vom Verein „Steinbach hat Zukunft“. Bad Liebensteins Bürgermeister Michael Brodführer (CDU) wird am Freitag zur Gruppe dazustoßen.

Liveübertragung

Ganz aufs Feiern konzentrieren können sich die daheimgebliebenen Steinbacher. Am Freitag ab 16 Uhr gibt es im Saal des Grünen Baums am Markt eine öffentliche Liveübertragung der Preisverleihung. Für Getränke ist gesorgt. Der Bürgermeister hatte den Steinbachern beim letzten Zukunftsstammtisch außerdem ein Fässchen Freibier zugesichert, berichtet Stefanie Kießling. Bis 19 Uhr soll die feierliche Veranstaltung in Hinterstoder dauern.

Heimkehren wird die Delegation am Samstagabend, nachdem sie sich in Hinterstoder mit Vertretern aus dem Zwillingsdorf Steinbach an der Steyr über gemeinsame Projekte ausgetauscht hat, die dieses Jahr noch starten sollen.

Sieger beim europäischen Dorferneuerungspreis 2020 ist die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land aus Bayern. Nach etlichen durch die Pandemie bedingten Verschiebungen war die Entscheidung dafür im Oktober 2021 gefallen. Steinbach erhielt eine Silbermedaille, weil es seinen Entwicklungsprozess „auf Basis eines klaren Leitbildes und definierten Zukunftsvisionen sowie unter herausragender Bürgerbeteiligung aufgebaut“ habe, hieß es in der Begründung der internationalen Jury. Diese hatte im September 2021 das Bergdorf besucht. Neben innovativen Projekten in den Bereichen Mobilität, Energieeffizienz und alternativer Energieerzeugung seien insbesondere die „identitätsstiftenden Anstrengungen hervorzuheben, die sich einerseits auf die Verbundenheit zu Martin Luther und andererseits auf die vormals wirtschaftlich vorherrschende Tradition des Schmiedehandwerks und der Messererzeugung beziehen“. Das rege Vereinsleben und die starke, überaus engagierte Gemeinschaft wurden ebenfalls als sehr positiv bewertet.

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