"Es wird nicht leicht sein, die Vermittlung fortzuführen, wenn der Konflikt sich auf Saudi-Arabien ausweitet", sagte ein pakistanischer Diplomat der Deutschen Presse-Agentur. Pakistan könne in dem Fall "gezwungen sein in den Konflikt einzusteigen".
Neue Angriffe und Drohungen zwischen Huthi und Saudi-Arabien
Am Montag war es zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, zu einer der schwersten Konfrontationen seit Jahren gekommen. Die Angriffe auf den Flughafen von Sanaa im Nordjemen und auf Ziele in Saudi-Arabien ließen neue Sorgen wachsen, dass der seit 2014 laufende Krieg im Jemen neu entflammen könnte. Zwischen beiden Seiten gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe.
Am Donnerstag hatte der Huthi-Anführer Abdel Malik al-Huthi dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, Flughäfen und andere sensible Ziele gedroht. Sämtliche Ölanlagen Saudi-Arabiens und kritische Einrichtungen im Land seien "Ziele für unsere Raketen und Drohnen", sagte al-Huthi in einer im Fernsehen übertragenen Rede.
Am Freitag soll es Berichten der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) zufolge zu einem Angriff auf ein Handelsschiff vor der Küste des Jemen gekommen sein. Unautorisierte Personen sollen an Bord gegangen sein, während das Schiff den Golf von Aden in östlicher Richtung durchquerte. Die jemenitische Küstenwache teilte später allerdings mit, dass es sich um einen Angriff somalischer Piraten gehandelt habe.