Die Lage bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Thüringen spitzt sich weiter zu: Wegen der absehbar längerfristigen Überlastung der zentralen Landes-Erstaufnahme (EAE) in Suhl nimmt der Freistaat nun die Kommunen in die Pflicht: In vier Landkreise, die bisher vergleichsweise wenige Flüchtlinge untergebracht haben, sollen in den kommenden Wochen besonders viele Busse mit Schutzsuchenden geschickt werden. Das bestätigte der Chef des Landesverwaltungsamts (LvWA), Frank Roßner (SPD), am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Betroffen sind nach seinen Worten Schmalkalden-Meiningen, der Wartburgkreis sowie die Kreise Saale-Orla und Greiz. „Hätten die vier Landkreise ihr Pflicht erfüllt, hätte die EAE nie ihre Kapazitätsgrenze erreicht“, sagte Roßner und fügte hinzu: „Da kriege ich einen ganz dicken Hals. Das werden wir nicht länger hinnehmen.“ Auch der Kreis Hildburghausen habe „eine Ansage bekommen“, er sei allerdings nicht ganz so im Rückstand wie die anderen vier.
Erstaufnahme überfüllt Zwei Südthüringer Landkreise bekommen mehr Flüchtlinge zugeteilt
sh/er 08.12.2022 - 18:20 Uhr