Erstaufnahme Suhl Eingereiste sieben Inder nicht infiziert

In Indien (Foto) grassiert eine besonders gefährliche Corona-Variante. Daher gab es in Suhl zunächst Befürchtungen, sieben illegal Eingereiste könnten es in sich tragen. Nun gibt es Entwarnung. . Foto: dpa/Anupam Nath

Die am Mittwoch aufgegriffenen Inder, die im Suhler Landes-Flüchtlingsheim untergekommen sind, sind nicht mit dem Corona-Virus infiziert.

Suhl/Erfurt - Die am Mittwoch im Suhler Erstaufnahmeheim (EAE) eingetroffenen sieben Inder sind negativ auf das Coronavirus getestet worden und derzeit isoliert untergebracht. Darauf wies ein Sprecher des Thüringer Migrationsmininisteriums am Freitag auf Nachfrage unsere Zeitung hin. „Wie alle Neuankommenden befinden sie sich in der vorsorglichen Quarantäne, die 14 Tage andauert“, sagte der Sprecher. Auch eine Testung gleich nach Ankunft auf dem Friedberg gehöre zum Standard bei Neuaufnahmen in der EAE.

Als Landes-Erstaufnahme ist das Heim auf dem Friedberg Anlaufstelle für alle in Thüringen vorgefundenen Flüchtlinge. Allerdings ist der Freistaat im Rahmen der Aufteilung zwischen den Bundesländern nicht für Indien zuständig. Daher werden die sieben Bewohner laut Ministerium wahrscheinlich in ein anderes Bundesland weiterverteilt. Auch dann würden die Männer vor ihrer Abfahrt nochmals auf das Virus getestet.

Die Männer im Alter zwischen 28 bis 40 Jahren waren am Mittwochabend im Laderaum eines rumänischen Lastwagens im Güterverkehrszentrum Erfurt-Vieselbach entdeckt worden. Sie waren offenbar illegal in den Schengen-Raum eingereist und wollten laut Bundespolizei eigentlich nach Frankreich. Zwischen Rumänien und Ungarn waren sie ohne Wissen des Fahrers in den Lastwagen eingestiegen und hatten sich zwischen der Ladung versteckt. Alle sieben stellten einen Asylantrag, der nun in Suhl bearbeitet wird. er

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