Gesundheitsministerium in Erfurt als Aufsichtsbehörde der Kliniken, Landesverwaltungsamt in Weimar als Prüf- und Erteilungsbehörde, Landesärztekammer in Jena als Selbstverwaltungsorgan der Thüringer Ärzteschaft, die sich die Aufgabe, für Qualität in der ärztlichen Berufsausübung und der medizinischen Versorgung zu sorgen, verschrieben hat und die Kliniken selbst – so viele Beteiligte mit einem Ziel: bestmögliche Versorgung der Thüringerinnen und Thüringer. Man könnte nach der Recherche auch fragen: zu viele Beteiligte, wenn es um die Qualifikation von Ärztinnen und Ärzten geht? Bieten die unterschiedlichen Zuständigkeiten Betrügern zu viele Schlupflöcher? Als ich mit der Recherche zu dem mutmaßlichen Fall von gefälschten Approbationsunterlagen begann, fand ich sogleich den Artikel „Hochstapler in Weiß“, den die Ärztezeitung 2024 veröffentlichte. Untertitel: „Approbationsbetrug: Wie sich falsche Ärzte durchmogeln.“ Mit fingierten Approbationsurkunden würden immer wieder falsche Ärztinnen und Ärzte ins System gelangen. Sehr wenige sind das, denn Approbationsurkunden seien „nicht besonders leicht zu fälschen“. Doch wenn jemand eine hohe kriminelle Energie habe, könne dieser die Behörden täuschen. Prüfbehörden, Ministerien und Politik seien seit Jahren dran, „Zulassungsbetrug zu unterbinden“.
Ermittlungen So wie die Salzunger sollten alle handeln
Silke Wolf 31.07.2026 - 11:54 Uhr