Erinnern Zwei Gedenkfeiern

In der Stadt Sonneberg wird mit zwei Gedenkfeiern der Opfer des Nationalsozialismus und des Bombenangriffs vor mehr als acht Jahrzehnten gedacht.

An der Gedenkstätte auf dem Hauptfriedhof werden Kränze niedergelegt. Foto: Archiv/chz

Auf zwei wichtige Gedenkfeiern weist die Stadt Sonneberg hin. Dazu sind auch die Einwohner ausdrücklich eingeladen. Am Dienstag, 27. Januar, 14 Uhr wird mit einer Kranzniederlegung am Neuen Denkmal auf dem Hauptfriedhof an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Knapp 14 Tage später, am Samstag, 14. Februar, gibt es um 10 Uhr ein ehrendes Gedenken für die Bombenopfer in Sonneberg, ebenfalls am neuen Denkmal auf dem Hauptfriedhof.

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Seit 1996 ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs.

Ermordet im Konzentrationslagern

In Sonneberg erinnert er unter anderem daran, dass mindestens 17 jüdische Sonnebergerinnen und Sonneberg wurden in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ermordet. Aber auch Widerstandskämpfer aus der Region bezahlten ihre Zivilcourage mit dem Leben.

Dazu gehörte Adolf Wicklein (1886-1945). Er wurde kurz vor Kriegsende in Weimar wegen Hochverrat hingerichtet. Sein „Verbrechen“ bestand darin, dass er „Feindsender“ abgehört, um Nachbarn mitzuteilen, ob ihre als vermisst gemeldeten Angehörigen noch lebten und in Kriegsgefangenschaft bestanden.

Bombenangriff auf Sonneberg

Am 14. Februar 1945 wurde Sonneberg wie andere Städte Ziel eines alliierten Bombenangriffs. 26 Menschen starben, zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Das traumatische Ereignis ist fest in der kollektiven Erinnerung der Sonneberger verankert, auch wenn die Zahl der Zeitzeugen immer geringer wird.

Mit beiden Gedenkveranstaltungen erinnert die Stadt daran, dass die Ereignisse vor inzwischen mehr als acht Jahrzehnten, die Menschen bis heute erinnern lässt. Beide Gedenktage erinnern an Ereignisse, die zwar mittlerweile sehr fern, aber in ihren Traumata bis heute sehr gegenwärtig sind.