Erfurter Kreuz Wasserversorgung für das Erfurter Kreuz wird erweitert

Die Wasserversorgung für Thüringens größtes Industriegebiet soll erweitert werden. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergab dafür einen Förderbescheid.

Das Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ soll an die Ohra-Fernwasserleitung angeschlossen werden. Foto: Martin Schutt

Erfurt - Das Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ soll an die Ohra-Fernwasserleitung angeschlossen und damit die Wasserversorgung erweitert werden. Dazu errichtet der Wasser- und Abwasserzweckverband Arnstadt (WAZV) am Standort ein neues Übergabebauwerk. Zur Unterstützung des Vorhabens übergab Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee am Mittwoch einen Förderbescheid über gut 540 000 Euro an den Verband. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 640 000 Euro. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2023 abgeschlossen sein. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor.

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„Die gute Anbindung eines Industriegebiets ist die Basis für neue Unternehmensinvestitionen und damit für Wachstum und Beschäftigung“, sagte Tiefensee. Das Land unterstütze die erfolgreiche Entwicklung des mit rund 250 Hektar Nettofläche größten Thüringer Industriestandorts „Erfurter Kreuz“ deshalb durch eine sukzessive und an die tatsächlichen Bedarfe angepasste Erschließung mit den notwendigen Infrastrukturen – darunter auch mit einer leistungsfähigen Wasserversorgung. „Die Wirtschaftsregion ‚Erfurter Kreuz‘ hat sich in den vergangenen 20 Jahren hervorragend entwickelt, aktuell sind hier mehr als 100 Unternehmen mit rund 8000 Beschäftigten ansässig“, so der Minister. Die meisten der Unternehmen seien bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Derzeit sind die erschlossenen Flächen zu 90 Prozent belegt. In einem fünften Bauabschnitt sollen daher gut 80 Hektar Nettofläche erschlossen werden.

Das aktuelle Vorhaben zur Verbesserung der Wasserversorgung umfasst den Neubau eines Übergabe- und Abgabeschachts als Wasserzähler- und Druckminderungsschacht sowie die Anbindung an die Zubringerleitung. Mit dem Projekt reagiert der WAZV auf die absehbar steigende Nachfrage nach Trinkwasser, die verschiedene Unternehmen im Industriegebiet bereits angekündigt haben. Ursprünglich sollte die Erweiterung bereits im Jahr 2012 erfolgen, die Pläne waren wegen des damaligen Einbruchs in der Solarindustrie – von der auch Firmen am Standort betroffen waren – zunächst auf Eis gelegt worden.