Erfurt Quartalsbilanz: Mehr Bruttoverdienst für viele Arbeitnehmer

Mehr Brutto auf dem Lohnzettel muss nicht in jedem Fall mehr Netto in der Geldbörse bedeuten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmern in Thüringen sind im ersten Quartal dieses Jahres gestiegen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Freitag betrug das durchschnittliche Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigten 3324 Euro, das waren 4,6 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2019. Teilzeitbeschäftigte kamen demnach auf 2230 Euro brutto (+6,1 Prozent). Eingerechnet sind Gehälter und Sonderzahlungen, wie Urlaubsgeld und Leistungsprämien. Ein Minus von 0,4 Prozent mussten geringfügig Beschäftigte hinnehmen, die im Schnitt auf 325 Euro im Monat kamen.

Am kräftigsten fiel das Plus mit 8,9 Prozent bei Vollzeitbeschäftigten in der Energieversorgung aus, die auf 4654 Euro brutto im Monat kamen. Beschäftigte bei Banken und Versicherungen verdienten 4582 Euro (+6,9 Prozent), Lehrer und Erzieher kamen auf durchschnittlich 4557 Euro (+5,6) Prozent. Am schlechtesten wurden Vollzeitjobs im Gastgewerbe bezahlt. Das durchschnittliche Monatsbrutto betrug hier 2324 Euro, im Vorjahresvergleich fiel der Anstieg mit 0,2 Prozent nur gering aus. Sowohl bei Vollzeit- und Teilzeitjobs als auch bei Minijobs verdienten Frauen brutto weniger als Männer.

Die Statistiker haben für die Stichprobe zur Verdiensterhebung 1560 Betriebe aus produzierendem Bereich und Dienstleistungsbranche mit mindestens 10 Beschäftigten befragt. Von den coronabedingten Einschränkungen seien die Ergebnisse nicht beeinflusst worden, so das Landesamt.

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