Erfurt - Mit einer Gesetzesnovelle will Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) dafür sorgen, dass auf besonders geschützten Flächen des Freistaats auch in Zukunft keine Pflanzen wachsen, die in irgendeiner Art gentechnisch verändert sind. Zwar könne man darüber diskutieren, ob außerhalb solcher Flächen gentechnisch manipulierte Pflanzen eingesetzt werden sollten, um diese Areale widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen, sagte Siegesmund am Dienstag in Erfurt. Dass nach dem von ihr vorgelegten Gesetzesentwurf allerdings weder in Nationalparks noch in Naturschutzgebieten gentechnisch veränderte Organismen eingesetzt werden dürften, sei angesichts der Funktion solcher Gebiete nur logisch. "An der Stelle ist das der richtige Weg", sagte Siegesmund. Immerhin solle sich auf solchen Flächen die Natur so ungestört wie möglich entwickeln.
Erfurt Gesetz soll veränderte Pflanzen in Thüringen aussperren
Redaktion 07.08.2018 - 20:17 Uhr