Erfurt/Frankenblick Für neue Stiftung Verweis auf fränkische Kultur gefordert

In der Diskussion um die geplante Schlösserstiftung mit Sachsen-Anhalt hat sich der fränkisch geprägte Süden Thüringens zu Wort gemeldet.

Der Fränkische Bund sehe kein Problem an der Stiftung - sofern dabei die fränkische kulturelle Prägung des Thüringer Südens und seine Geschichte «nicht mehr unter den Teppich» gekehrt würden. Denn genau das tue die bisherige Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, bemängelt die Regionalgruppe Itzgrund-Henneberg des Vereins Fränkischer Bund in einer Mitteilung von Freitag.

Die Stiftung mit Sitz in Rudolstadt soll in der geplanten gemeinsamen neuen Stiftung aufgehen. Auch in Thüringen gibt es fränkisch geprägte Regionen. Trotz Landesgrenze gilt der Raum Coburg-Sonneberg als eng verflochtener Sprach-, Kultur- und Wirtschaftsraum.

Gegen die gemeinsame Stiftung regt sich in Thüringen ohnehin Widerstand. So ist die CDU-Fraktion mit den bisherigen Plänen nicht einverstanden. Die rot-rot-grüne Minderheitsregierung ist bei dem Vorhaben aber auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

Auch der Museumsverband Thüringen äußerte zuletzt Bedenken. Zwar begrüße der Verband die Stiftungsgründung grundsätzlich. Er verwies aber etwa darauf, dass der Umgang mit Sammlungen geregelt werden müsse.

Hintergrund ist ein Programm, mit dem Bund und beide Länder 400 Millionen Euro für den Erhalt von Schlössern ausgeben wollen. Der Bund übernimmt eine Hälfte, die andere teilen sich die Länder. Voraussetzung für den Geldsegen aus Berlin ist die Gründung einer gemeinsamen Stiftung.

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